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Rottweil Gartenschau: Gäubahn nur halblebig?

Von
Foto: Schwarzwälder Bote

Mit dem Zug 2028 die Landesgartenschau in Rottweil besuchen: Eine Vorstellung, die vielen Natur- und Gartenfreunden wohl gut ins Konzept passen würde. Doch was ist, wenn die Gäubahn zu diesem Zeitpunkt höchstens halblebig unterwegs sein darf?

Rottweil. Dieses "Geht-gar-nicht-Szenario" schwebt inzwischen als ein nicht auszuschließender Störfaktor unerbittlich im Raum. Stuttgart 21 zieht bei weitem nicht nur wegen des Erdreichexports in zahlreiche Kommunen weite Kreise. Als rotes Tuch für Protagonisten der Rottweiler Gartenschau könnte sich die Verlegung eines größeren S-Bahn-Stranges in der Landeshauptstadt erweisen. Die "Rohrer Kurve" soll im Rahmen von Stuttgart 21 im Bereich des Stuttgarter Stadtteils Rohr die aus Richtung Böblingen kommende Gäubahn (Stuttgart–Singen) mit der Bahnstrecke Stuttgart-Rohr–Filderstadt Richtung Flughafen Stuttgart verbinden.

Für Züge aus Richtung Süden wird diese weitere Großbaustelle zum Stoppsignal. Reisende – von Zürich, Singen, Rottweil oder Horb kommend – müssen dann in Vaihingen auf die ohnehin stark ausgelastete S-Bahn umsteigen. Weitergehende überregionale Anschlüsse in Stuttgart drohen aufgrund des Zeitverlustes verloren zu gehen. Entsprechend ist der Gäubahn-Verkehr während der "Operation Rohrer Kurve" in Richtung Rottweil/Zürich auch wieder erst ab Vaihingen verfügbar.

Nachdem Planer für die Auszeit der Verbindung zunächst ein halbes Jahr angesetzt hatten, ist mittlerweile die Rede von mindestens ein bis zwei Jahren, manche sprechen gar schon von drei Jahren. Ulrich Grosse, Nahverkehrsberater für den Nachbarkreis Schwarzwald-Baar, verwies vor Rottweiler Kreisräten im Rahmen der Vorstellung einer Expertise der Schweizer SMA und Partner AG Zürich zur weiteren Verbesserung der Ringzug-Infrastruktur in der Region mit Elektrifizierung und zusätzlichen Haltestellen (unter anderem Rottweil-Stadtmitte) auf eine für die Jahre 2024 bis 2026 in Aussicht stehende Bauzeit für die Ertüchtigung der "Rohrer Kurve".

Doch nicht nur, wer das träge Mühen beim Berliner Flughafen kennt, ahnt, dass da plötzlich auch noch 2028 ein Nadelöhr Vaihingen vorhanden sein könnte, das das Bahnfahren aus nördlichen und östlichen Landesteilen in Richtung Rottweil äußerst unattraktiv machen würde.

Nein, Wohl und Wehe der Landesgartenschau in Rottweil hängen nicht von einem funktionierenden Zugverkehr ab. Sollte 2028 Besuchern aus dem Norden und Osten des Landes der Weg über die Schiene wegen Arbeiten für Stuttgart 21 versperrt sein, wäre dies aber deutlich mehr als nur ein kleiner Schönheitsfehler. Die Option, mit der Bahn zu einem auch mit viel Natur verbundenen Großereignis ohne viel Wenn und Aber anreisen zu können, ist wegen Stuttgart  21 in Frage gestellt. Noch wird von Bahnstrategen und Politikern beteuert, dass der Gäubahnverkehr zum Gartenschau-Zeitpunkt längst wieder ohne ein Stoppschild bei Vaihingen Strecke machen kann. Das soll beruhigend klingen. Doch das letzte Wort dazu ist noch lange nicht gesprochen. Diesbezüglich muss auch gar nicht an die unsäglichen Verzögerungen beim Berliner Flughafen erinnert werden.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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