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Rottweil Frust bei Kindergartenplatz-Suche

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Happy End: Im Kindergarten Feckenhausen wird die Familie schließlich fündig. Foto: Otto

Rottweil - Sie will mit ihrer Geschichte nicht einfach "meckern", sie will dazu beitragen, dass sich etwas ändert: Lisa Spreitzer, eine junge Mutter aus Rottweil, ist auf ihrer Suche nach einem Kindergartenplatz fast verzweifelt. Und sie sagt: Eltern werden ziemlich allein gelassen. Von ihrer Odyssee berichtet die Mutter in unserem (SB+)Artikel. 

Dass Rottweil einiges für das Prädikat "familienfreundliche Stadt" tut und regelmäßig und intensiv in den Ausbau der Betreuungsplätze investiert, ist unbestritten. Für Lisa Spreitzer bedeuten ihre Erfahrungen allerdings, dass noch Luft nach oben ist. Sie hat schon vor der Geburt ihrer inzwischen zweieinhalbjährigen Tochter begonnen, sich nach einem Kindergartenplatz umzusehen. "Freundinnen hatten mich vorgewarnt, dass es schwierig werden könnte." Das hat sich bestätigt. "Inzwischen musste ich mir eine Tabelle anlegen, um die ganzen Absagen einzuordnen", berichtet sie. Neun waren es an der Zahl.

Mutter ist auf sich alleine gestellt

Doch von vorn: Die Spreitzers wohnen im Gebiet des Kindergartens Himmelreich. Dessen Konzept sah die Mutter, die sich intensiv mit dem Thema befasst hat, für ihr Kind nicht als passend an, weshalb sie sich weiter umsah. Doch einen anderen Kindergarten in Rottweil zu finden, habe sich fast als unmöglich erwiesen. Im Waldorfkindergarten und im Kindergarten Bühlingen stand sie lange auf der Warteliste, kam jedoch nicht zum Zug. Weil Kriterien wie der Bezirk und Geschwisterkinder zählen sowie die Tatsache, ob das Kind zuvor auch schon die Krippe besucht hat, erhielt sie Absagen. Sie erhielt den Tipp, sich einfach überall auf die Warteliste setzen zu lassen, doch das, sagt sie, könne für das Verfahren nicht die Lösung sein. Die Erzieherinnen, die sich ihrer Ansicht nach sehr bemühen, müssten Absagen verteilen und die Listen seien durch Kinder blockiert, die dann doch wo anders landen.

Besonders zeitaufwendig ist laut Lisa Spreitzer die Aufgabe, herauszufinden, wie jeder Kindergarten arbeitet, welche Konzepte zugrundeliegen. Als Ergotherapeutin hat sie gewisse Einblicke und möchte informiert sein. Eine Übersicht vermisse sie hier. "Man könnte Eltern beispielsweise einen Flyer schicken und die Kindergärten vorstellen", schlägt sie vor. So aber sei jeder auf sich alleine gestellt.

Sie habe sich mit ihrem Problem an die Stadt gewandt und auch ausführliche Antwort erhalten. Doch die Verweise auf Betreuungsquoten, die in Rottweil über die Maßen erfüllt würden, und auf neue Gruppen, die eingerichtet werden, würden letztlich nicht wirklich helfen. "Das wird schöngeredet", sagt sie.

Happy End

Die Stadtverwaltung teilt auf Anfrage des Schwarzwälder Boten zur Lage bei den Kindergartenplätzen mit, es sei derzeit nicht auszuschließen, dass es "im Einzelfall knapp werden kann". Gerade zum Ende eines Schuljahres seien gewissermaßen zwei Jahrgänge gleichzeitig in den Kindergärten. Derzeit schreibe man den Kindergartenbedarfsplan fort und werde diesen noch vor der Sommerpause beraten.

Die gute Nachricht: Für Lisas Spreitzers Tochter gibt es nun einen Platz. Dass sich die Stadt das Happy End selbst auf die Fahnen schreibt, verwundert die Mutter allerdings. In der Stellungnahme heißt es: "Unsere Schul- und Kindergartenverwaltung hat sich um eine Lösung gekümmert und einen Platz im Kindergarten Feckenhausen vermitteln können." So war es nicht, sagt die Mutter: Sie habe sich nach neun Absagen selbst an den Kindergarten Feckenhausen gewandt, der ihr – trotz der Entfernung – sofort zugesagt hat und der einen Platz in Aussicht stellte. Die Stadt habe lediglich dem Antrag auf Bezirkswechsel zugestimmt.

Sie hofft nun, dass es Eltern künftig etwas einfacher haben werden bei der Kindergartenplatz-Suche. "Kinder sind schließlich die Zukunft."

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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