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Rottweil "Fridays for Future" Demo in Innenstadt angekündigt

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So sah die "Fridays for Future"-Demonstration am vergangenen Freitag in Villingen aus. Wieviele Schüler diese Woche in Rottweil für das Klima auf die Straße gehen, kann noch nicht genau abgeschätzt werden. Foto: Eich

Rottweil - Die von der Schwedin Greta Thunberg initiierte Bewegung "Fridays for Future" kommt am Freitag, 15. März, auch in Rottweil an. Ab 11.30 Uhr versammeln sich vor dem Rathaus Rottweiler Schüler und Bürger, denen der Klimaschutz am Herzen liegt.

Zuvor treffen sich die Aktivisten aber erstmal zum "Warm-up" im Stadtgraben. "Wir haben das ja noch nie in Rottweil gemacht, deshalb treffen wir uns dort mit allen, die mitdemonstrieren, und machen quasi so eine Art Generalprobe", erklärt Jonas Spreng, Schülersprecher, Schüler der Kursstufe 1 des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Rottweil und Mitglied des Organisationsteams der Demonstration. Der Platz eigne sich besonders wegen des Musikpavillions mit der kleinen Tribüne: "Von da aus kann man dann die ersten Reden halten und unter den Demonstranten die Stimmung anheizen", so der 16-jährige Schüler. Anschließend zieht die Gruppe über die Hochmaiengasse und durch das Schwarze Tor weiter bis vors Alte Rathaus, wo fleißig weiter demonstriert werden soll.

Auf die Idee, die inzwischen berühmte Bewegung "Fridays for Future" auch nach Rottweil zu holen, kam Spreng durch zwei Mitschülerinnen aus seiner Kursstufe: "Ich habe mitbekommen, dass die in so einer Whatsapp-Gruppe der Bewegung für Baden-Württemberg sind. Da gibt es inzwischen einige. Es gibt aber auch Whatsapp-Ortsgruppen und sogar eine auf Bundesebene. Und zusammen haben wir dann eine Whatsapp-Ortsgruppe für Rottweil gegründet", erzählt der Mitorganisator.

Inzwischen gibt es sogar drei Whatsapp-Ortsgruppen für Rottweil: "Zwei davon sind mit jeweils 257 Mitgliedern voll. In der dritten sind ungefähr 100 bis 150 Mitglieder", so Spreng.

Auf welchen Schulen die Mitglieder dieser Whatsapp-Gruppen sind, könne er aber nicht nachvollziehen. "Das ist eine ganz bunte Mischung. Aber es sind schon alles Schüler aus Rottweil", erklärt er. Auch die Anzahl der Personen, die am Freitag zum Streik kommen wollen, ist bisher noch nicht ganz klar. "Wir haben beim Rathaus jetzt mal 400 bis 450 Leute angemeldet, das können aber auch 100 mehr oder weniger sein. Es ist einfach schwer zu schätzen, wer im Endeffekt wirklich alles kommt", so Spreng.

Davon überzeugt, dass sich die meisten der Schüler, die zur Demonstration kommen, auch tatsächlich für den Klimaschutz interessieren, und nicht einfach nur schwänzen wollen, ist Spreng aber: "Klar, ein paar schwarze Schafe gibt es ja immer, aber so wie ich das oft mitbekomme, will sich die Mehrheit der Leute schon für den Klimaschutz stark machen", sagt der Schüler. Viele sähen die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden als Pionier-Figur: "Das ist einfach das erste Mal, dass sich eine Schülerin, die ungefähr so alt ist wie wir, aktiv für den Klimawandel engagiert und das finden wir richtig gut. Wir sind nicht so politiktot wie alle denken".

Lehrer kooperieren

Auch wenn es für den guten Zweck ist: Einfach so dürfen die Schüler natürlich nicht den Unterricht schwänzen. Das Albertus-Magnus-Gymnasium hat sich jedoch einen Mittelweg überlegt: "Wir ziehen das Positive daraus und möchten keine Konfrontation, sondern eine Kooperation mit den Schülern", erklärt Schulleiter Jochen Schwarz. "Schüler ab der neunten Klasse dürfen sich von ihren Eltern beurlauben lassen. Uns war es aber auch wichtig, dass der Inhalt der Demonstration im Unterricht vor- und nachbereitet wird. Man kann das Thema Klimawandel zum Beispiel im Geografieunterricht behandeln und die Schüler halten dazu ein Referat oder so etwas", erklärt Schwarz. Er persönlich ist hin und her gerissen, was er von der Bewegung hält: "Unterrichtsausfall ist natürlich eine problematische Sache. Aber an sich begrüße ich es, wenn sich Schüler für den guten Zweck engagieren", so der Schulleiter. Und darum geht es am Freitag schließlich ja.

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