Energieplus-Wohnmodule könnten sich die Grünen-Stadträte für Flüchtlinge vorstellen. Foto: Architekturbüro Rolf Disch

Grünen-Stadträte stellen Prüfantrag an Stadt. Kommunalpolitiker könnten sich Energieplus-Wohnmodule vorstellen.

Rottweil - Die Grünen-Stadträte begrüßen in einer Pressemitteilung, dass sich die Stadtbau Rottweil in der Frage der Unterbringung von Flüchtlingen engagiert und nach nutzbaren Flächen Ausschau hält. Wie der Mieterverein jüngst klagte, fehlt aber in Rottweil insgesamt preiswerter Wohnraum. Der Verein fordert daher einen neuen Einstieg in den sozialen Wohnungsbau.

Die Stadtratsfraktion wendet sich deshalb nun mit einem Antrag an die Stadtverwaltung, zu prüfen, inwiefern für die Unterbringung von Flüchtlingen und für den sozialen Wohnungsbau Energieplus-Wohnmodule des Freiburger Architekten Rolf Disch eingesetzt werden können.

Flüchtlinge werden derzeit häufig in Blechcontainern untergebracht oder in unwirtlichen Umgebungen, die statt gewünschter Integration eher Gettobildung begünstigen, heißt es in der Mitteilung. Es gebe inzwischen aber Ideen von Architekten und Herstellern, preisgünstigen Wohnraum zugleich mit hohen ökologischen Standards zu verbinden und so Klimaschutz mit zügigem Wohnungsneubau zu harmonisieren.

Bei ihren Recherchen nach Container-Alternativen waren die Grünen-Stadträte vor allem vom unkonventionellen Konzept des Freiburger Solararchitekten Rolf Disch angetan: das Wohnmodul in Energieplus-Bauweise aus Massivholz. Es eigne sich sowohl für Flüchtlingswohnungen als auch für den ganz normalen Wohnungsmarkt. Die Serienreife habe es erreicht.

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