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Rottweil Flashmob als Nachhilfe für Ersthelfer

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Der DRK-Ortsverein Rottweil zeigt beim Kaufland an der Saline mit rund einem Dutzend Mitgliedern, wie sich die Erste Hilfe in Zeiten von Corona verändert hat und wie sich Ersthelfer richtig verhalten können und sollen. Foto: Riedlinger

Rottweil - Wie leistet man in Zeiten von Corona eigentlich richtig Erste Hilfe, wenn man doch Mund und Nase bedeckt halten soll? Der DRK-Ortsverein Rottweil zeigte dies in einer großen Aktion den Bürgern beim Einkaufszentrum Kaufland an der Saline.

Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung nach einem Unfall oder bei einem Kollaps wie einer Herzattacke muss sein. Aber wie macht man es richtig? In Zeiten von Corona ist auch hier vieles anders als zuvor.

Zunächst gilt es, der hilflosen Person durch Ansprechen, Berühren oder durch Beobachten zur Seite zu stehen und vor allem zunächst den Notruf 112 abzusetzen. Laut Information des DRK ist die früher gebräuchliche stabile Seitenlage durch eine vereinfachte Seitenlage ersetzt worden.

Keine Mund-Nasen-Beatmung mehr

Durch die Covid-19-Situation stellt sich vor allem die Mund-zu-Nase-Beatmung heute anders dar: damit es nicht zu einem Austausch von Aerosolen und einer möglichen Infizierung kommen kann, soll diese Mund-zu-Nase-Beatmung nicht mehr durchgeführt sowie Mund und Nase des Patienten stattdessen mit einem Tuch oder Kleidungsstück abgedeckt werden.

Wesentlich ist nach wie vor das pulsierende Drücken mit beiden Armen auf den Brustkorb, die Thorax-Kompression für die Wiederbelebung, die von den Helfern des DRK anschaulich, ausdauernd und immer wieder gezeigt wurde. Zudem kommt, soweit möglich und vorhanden oder in Reichweite, die Verwendung eines automatischen externen Defibrillators zum Einsatz.

Diese neuen Informationen über die Herz-Lungen-Wiederbelebung präsentierten die Mitglieder des DRK am vergangenen Samstag am späten Vormittag zeitgleich an verschiedenen Standorten nicht nur bei Kaufland in Rottweil, sondern auch beim Edeka in Dornhan und in Sulz, bei Rewe und Real in Oberndorf sowie in Aichhalden an verschiedenen Standorten.

Nur wenige trauten sich näher heran

Damit versuchte der DRK die einkaufende Bevölkerung anzusprechen und zu sensibilisieren. Möglichst viele Menschen sollten aufmerksam gemacht werden und zuschauen können, wie von den DRK-Helfern die Wiederbelebungsmaßnahmen ausgeführt werden.

Zumindest in Rottweil verfolgten zahlreiche Passanten die Vorführungen des DRK, trauten sich aber oft genug nicht näher heran oder suchten gar das Gespräch mit den DRK-Helfern. Das klappte besser, wenn die Mitglieder des DRK auf die Leute zugingen und diese regelrecht "abholten" für ein Gespräch. Viele beäugten lieber neugierig, aber aus sicherer Distanz die Vorführungen.

Corona-Infektion würde Rettungsdienst lahmlegen

"Für uns ist es die erste größere Aktion in der Öffentlichkeit seit Beginn der Corona-Situation", sagte Vorsitzender Manfred Lenz (DRK-Ortsvereins Rottweil). "Wir müssen aber weiterhin sehr vorsichtig sein. Denn wenn wir uns infizieren, ist der Rettungsdienst lahmgelegt." Dies gilt es, auf alle Fälle zu verhindern.

Selbst die wichtigen Blutspendetermine konnten nur mit minimiertem Personalaufwand über die Bühne gebracht werden, um auch hier das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Und doch sind die Mitglieder des DRK froh, wenn sich nach und nach die allgemeine Situation ein Stück in Richtung Normalität entwickelt und wieder mehr und mehr Kontakt zur Bevölkerung wiederhergestellt werden kann. Denn gerade in der angespannten derzeitigen Situation sind neue Informationen im richtigen Umgang bei Hilfsdiensten eminent wichtig.

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