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Rottweil Feurige Samba- und Bossa-Nova-Klänge heizen ein

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Daniel Weiß (von links), Stefan Koschitzki, Jan-Philipp Wiesmann, Benni Jud und Fabiano Pareira begeistern die zahlreichen Zuhörer im Refektorium des Kapuziners. Foto: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil (kw). Solch einen Ansturm hat ein Jazzkonzert im Refektorium des Kapuziners wohl noch nie erlebt: Beim Konzert der Koschitzki/Pereira Band fanden nicht alle Jazzfreunde Platz. Etliche Interessierte gingen wieder.

Dicht gedrängt saßen und standen die Besucher beim imposanten Auftakt im Jahr 2020 mit der deutsch-brasilianischen Formation. Die Luft stand förmlich im Refektorium. Die fast tropischen Verhältnisse sorgten für Saunaambiente. Das passte einerseits zur brasilianischen Musik, doch angenehm war dies längst nicht mehr.

Hansjörg Mehl bringt nicht so leicht etwas aus der Fassung. Doch am Freitagabend kam der maßgebliche Organisator der Jazzreihe im Kapuziner schon vor den feurigen Samba- und Bossa Nova Klängen gewaltig ins Schwitzen. Als nach 20 Uhr – es herrschte so großes Gedränge, dass ein Durchkommen kaum mehr möglich war – immer weitere Besucher eintrafen, wirkte der maßgebliche Organisator der Jazzreihe doch kurzzeitig ratlos.

Noch mulmiger wurde es ihm, als er die Gäste begrüßte und er kleinlaut verkünden musste: "Meine Musiker fehlen noch". Doch kurz darauf – Mehl überbrückte die Minuten in seiner ganz eigenen, humorvollen Art – gab Sohn Magnus Entwarnung. Die Band war nunmehr komplett eingetroffen, und der "heiße Abend" konnte beginnen. Vorweg: Mit ihrem Auftritt entschädigten die fünf Musiker das Publikum für die widrigen Begleitumstände.

Die Band um den brasilianischstämmigen Gitarristen Fabiano Pereira und den deutschen Ausnahmemusiker Stefan Koschitzki – er spielte neben dem gesamten Saxophoninstrumentarium auch noch Flöte und Bassklarinette – begeisterte die Besucher mit Eigenkompositionen von der aktuellen CD "Brazilian Blues".

Koschitzki/Pereira erwiesen sich als kongeniales Duo. Begleitet wurden die Beiden von Bassist Benni Jud, Jan-Philipp Wiesmann am Schlagzeug und Keyboarder Daniel Weiß. Die Zuhörer hatten großen Spaß an der Musik.

Die Vielfalt Brasiliens

Der Brasilianer erzählte in seinen Ansagen von seinem Geburtsland. Immer fiel in Bezug auf das südamerikanische Land das Wort Ambivalenz. Auch auf die Musik der Band traf diese Beschreibung zu. Samba- und Bossa-Nova-Klänge, Ausflüge in Pop-, Rock- oder Soulsphären, melancholische Balladen, Einflüsse aus mehreren Musikrichtungen, teilweise gegensätzlich – all das findet sich in den eigenen Stücken der Brasil-Blues-Jazzformation. Sie spiegeln die Vielfalt der brasilianischen Musikszene wider.

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