Das Team des städtischen Wahlamts (von links): Hermann Leins, Ulrike Laakmann-Diller, Liane Richter und Lisa Gassner Foto: Stadt Rottweil Foto: Schwarzwälder-Bote

Hermann Leins mit Ablauf des Bürgerentscheids zufrieden / Jetzt bleibt wieder Zeit für andere Aufgaben

Von Verena Schickle

Rottweil. Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist endgültig: Der Gemeindewahlausschuss hat die Auszählung noch am Sonntagabend bestätigt. Es bleibt also bei den 58,4 Prozent pro JVA auf dem Esch und den 41,6 Prozent dagegen.

Damit geht für Hermann Leins, dem Leiter des Bürgerbüros, eine anstrengende Zeit zu Ende. Er und seine Kollegen Ulrike Laakmann-Diller, Liane Richter und Lisa Gassner hatten den Entscheid vorbereitet. Mit dem Ablauf ist er "sehr zufrieden". Auch wenn es nur Ja oder Nein anzukreuzen gab: Immerhin mussten die Ergebnisse von 27 Wahllokalen und drei Briefwahlbezirken ausgezählt werden. Das dauerte am Sonntagabend nur gut 20 Minuten. Insgesamt waren rund 200 Wahlhelfer im Einsatz. "Es hat geklappt wie am Schnürchen", erzählt Hermann Leins. Selbst die Technik funktionierte, nachdem am Nachmittag der ursprünglich vorgesehene Beamer für die Bühne vorm Alten Rathaus den Dienst versagt hatte.

Mancher beschwert sich, dass die Benachrichtigung fehlte

Apropos versagt: Die Wahlbenachrichtigungen hatten die Rottweiler im Briefkasten liegen. Manche aber auch nicht, bemängelt ein Leser unserer Zeitung. Das passiere ab und zu, erklärt Leins. Die Benachrichtigungen werden über das kommunale Rechenzentrum in Reutlingen verschickt, und es handelt sich um eine riesige Menge Post.

Allerdings hält der Verwaltungsmann es auch für möglich, dass die Schreiben im ein oder anderen Briefkasten zwischen Prospekte geraten sind und dann unentdeckt entsorgt wurden. Deshalb gebe es zusätzlich noch die öffentlichen Bekanntmachungen der Stadt. Inhalt unter anderem: Bürger ohne Benachrichtigung sollen sich beim Wahlamt melden. "Wenn ich nichts bekommen habe, habe ich als Staatsbürger einer Demokratie die Verpflichtung, mich zu kümmern", erklärt Hermann Leins. Das sei vielen gar nicht bewusst.

Er ist froh, dass der erste Bürgerentscheid in der Stadt vorbei ist. "Das kostet ziemlich Energie", sagt er, denn bei allen Wahlen kommt die Vorbereitung zur normalen Arbeit dazu. "Jetzt kommen endlich mal wieder die Dinge dran, die liegengeblieben sind."