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Rottweil Erste Schulmensa mit Bio-Siegel

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Eine große Auswahl im Hauptmenü steht jeden Tag zur Verfügung. Foto: Mauch Foto: Schwarzwälder-Bote

Täglich frisch zubereitetes, ausgewogenes Mittagessen aus der eigenen Kochküche ist für die Maximilian-Kolbe-Schule (MKS) seit der Gründung selbstverständlich und gehört zum Alltag.

Rottweil-Hausen. Anfang Juli hat die Küche nun ein offizielles Bio-Zertifikat und ein "Schule + Essen = Note 1"-Zertifikat von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bekommen. Möglich wurde diese Auszeichnung durch die Teilnahme am Projekt des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Mit der Aktion "Große Küche – gutes Essen" setzt man sich in Baden-Württemberg für eine nachhaltigere Gemeinschaftsver-pflegung in Kindergärten, Schulen, Betriebskantinen, Behinderten- und Senioren-Einrichtungen ein.

Als einer der zehn Pilotbetriebe wurde die Maximilian-Kolbe-Schule ausgewählt – und bekam im Rahmen des Projektes individuelles Nachhaltigkeits-Coaching und Unterstützung auf dem Weg zur Zertifizierung. "Wir sind die erste Schule im Kreis, die diese Zertifikate bekommen hat", freut sich Tagesheimleiter Markus Mauch. Das Konzept müsse sich nun Schritt für Schritt im Alltag einspielen.

Küchenleiter Peter Gulde erklärt, worauf es ankommt: "Bestimmte Lebensmittel wie Reis, Mehl, Eier werden von uns nur in Bio-Qualität eingekauft, auch Vollwert-Lebensmittel werden integriert." Um die DGE-Qualitätsstandards einzuhalten, kümmere man sich außerdem um einen abwechslungsreichen, ausgewogenen und fettreduzierten Speiseplan. Die Transparenz sei großgeschrieben.

"Die größte Umstellung war die Planung", gibt Gulde zu. Habe man früher über die Woche geplant, so sei jetzt ein Vier-Wochen-Zyklus notwendig, um den Standards gerecht zu werden. Es gebe klare Vorgaben, wie oft bestimmte Lebensmittel und Gerichte vorkommen müssten oder dürften: Frittierte oder panierte Sachen zum Beispiel nicht öfter als einmal in der Woche.

"Eine der größten Herausforderung war es, die Fisch-Thematik hinzukriegen", berichtet Mauch. Denn in vier Wochen müsse es mindestens viermal Fisch geben. "Wir haben Umfragen gemacht, um herauszufinden, welcher Fisch besonders gut ankommt", so Mauch. Auch in anderen Fragen versuche man, die Schüler mit einzubeziehen – durch die SMV und den speziell eingerichteten Mensa-Rat. Der Küchenleiter weiß: "Kindern und Jugendlichen darf man nicht komplett vorgeben, was sie zu essen haben. Deshalb spielt die Entscheidungsfreiheit bei uns eine wichtige Rolle." Jeden Tag gebe es eine große Auswahl im Hauptmenü, ein Salat-Buffet und Obst als Zusatz.

Durch jährliche Audits von der DGE wird die Qualität der Verpflegung in der Schulmensa künftig kontrolliert. Stimmen müssen dabei nicht nur Einkäufe und Abläufe in der Küche, sondern auch die Atmosphäre in der Mensa. Eine symbolische Zertifikatsübergabe ist am Tag der Schulverpflegung im Oktober geplant.

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