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Rottweil Elterntaxis bleiben großes Problem

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Der Umbau des Verkehrsknotens B27/B14 auf der Saline (oben) steht noch auf der Verkehrsagenda, in Zepfenhan wird eine temporär begrenzter 30er-Bereich eingerichtet und an den Standorten für die neuen stationären Blitzer wird weiter getüftelt. Foto: Scheidel/Kalaene/Stratenschulte

Rottweil - Sichere Schulwege, kein einziger Unfallschwerpunkt im Stadtgebiet und keinen Unfall mit Todesfolge – diese erfreulichen Nachrichten überbrachte Fachbereichsleiter Bernd Pfaff dem Gemeinderatsausschuss am Mittwochabend im Rahmen des Verkehrsberichts 2018. Im Fokus stand außerdem das Thema Geschwindigkeitskontrolle.

Pfaff zeigte sich sichtlich erfreut über die insgesamt positive Entwicklung. Dass Rottweil nun gar keinen per Statistik ausgewiesenen Unfallschwerpunkt mehr hat, habe es noch nicht gegeben. 1998 seien es noch zehn Unfallhäufungsstellen gewesen. Bauliche Veränderungen hätten Wirkung gezeigt. Dennoch warte man weiter dringend auf den Umbau des Knotens B 27/B 14/Einmündung "Hornbach" auf der Saline. Hier hatte es in der vergangenen Jahren häufig gekracht, die Realisierung des Umbaus wird für 2020 erhofft.

Die Unfälle

Auf städtischer Gemarkung (mit Bundesstraßen und A 81) gab es 2018 keinen Unfall mit Todesfolge (2017 waren es drei, 2016 zwei). Insgesamt gab es 316 Unfälle (Vorjahr 334) mit 88 (79) leicht und 20 schwer verletzten Personen Mit 25 Radfahrunfällen (sieben Schwerverletzte) ging die Zahl um zwei zurück, dafür stiegen die Fußgängerunfälle von acht im Vorjahr auf zwölf an. Bei nur einem Schulwegunfall kam laut Pfaff niemand zu Schaden.

Mobile Messungen

Personalbedingt gab es statt der bisher 40 bis 50 nur 36 Messtage, was sich in den Ergebniszahlen widerspiegelt. An 57 Einsatzstellen wurden 56  911 Fahrzeuge (Vorjahr 86  913) gemessen, 5,87 Prozent davon wurden beanstandet, das liegt im Bereich von 2017. Allein in den 30-Stundenkilometer-Bereichen wurden an 25 Einsatzstellen 12 957 Fahrzeuge gemessen und 1596 Fahrer beanstandet. Die Beanstandungsquote von 12,32 Prozent liegt an der unteren Grenze. Für die Hochbrücktorstraße (Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich, 20 km/h) zeichnen laut Pfaff die geringen Unfallzahlen und Messungen ein positives Bild.

Die Bußgelder

Buß- und Verwarnungsgelder zusammengerechnet brachten 71  235 Euro (in den Vorjahren im Schnitt 100 000 Euro) in die Stadtkasse. Für die Messtage mussten 14 000 Euro bezahlt werden, der städtische Aufwand betrug 22 000 Euro. Pfaff betonte den präventiven Charakter. "Abzocke ist hier das falsche Wort."

Stationäre Messungen

In Neukirch und Hausen wurden 2018 fast 1,7 Millionen Fahrzeuge überwacht, durch die Vollsperrung in Neukirch und Austausch der dortigen Messschleife deutlich weniger als 2017 (2,4 Millionen). Zu schnell waren nur 347 Fahrer (Vorjahr 719), die Buß- und Verwarnungsgelder in Höhe von 8420 Euro entrichten mussten Der Standort der neuen Messanlagen steht nach wie vor nicht fest.

Tempo 30 vor Schulen

Seit 2018 gibt es neue temporär begrenzte Geschwindigkeitsabsenkungen in der Marxstraße am Kindergarten Himmelreich und in der Heerstraße. Eine weitere soll nun vor dem wieder in Betrieb genommenen Kindergarten Zepfenhan folgen. Die Stadträte sahen quer durch die Bank die "Elterntaxis" als großes Problem an, die beispielsweise in der Heer-, Bismarck- und Marxstraße zu chaotischen Zuständen führten.

Problem: Posing-Fahrer

Günter Posselt (CDU) verwies darauf, dass manche Bereiche scheinbar schwer zu kontrollieren seien. Die Posing-Fahrer in der City seien ein Ärgernis. Jürgen Mehl (SPD) ergänzte, dass am Wochenende der Friedrichsplatz regelmäßig zugeparkt sei. Hier entstünden "rechtsfreie Räume", denen man entgegenwirken müsse.

Weitere Ziele

Der Verkehrsbericht wurde vom Ausschuss wohlwollend zur Kenntnis genommen, dennoch brannten den Stadträten einiges unter den Nägeln: Hubert Sauter (CDU) fragte nach Maßnahmen zur weiteren Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, Günter Posselt prangerte die chaotische Situation an der Doppelsporthalle an. Hermann Breucha (FWV) forderte, rigoros mit einer Schranke zu reagieren. Bernd Pfaff gab allerdings Schwierigkeiten bei einem Notfall zu bedenken, wenn davor geparkt werde. Man bleibe an dem Problem dran – und nicht nur an diesem. Jedem Hinweis werde nachgegangen.

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