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Rottweil Einsicht: Stadt benötigt Radwegekonzept

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Machen sich Gedanken über Rottweil als Stadt für Radfahrer (von links): Peter Jung-Teltschik (Stadtplaner), Bernd Pfaff (Fachbereichsleiter), Lothar Huber (Fachbereichsleiter), Stadtrat Hubert Nowack, Roland Hönisch (Tiefbau) und von der Initiative Stefan Mauch, Wilfried Geißler, Gottfried Gestrich-Gärtner, Reinhold Groß und Frank Sucker. Foto: Schulz

Rottweil - Neue Noten für Rottweil als Radfahrerstadt: Die Initiative Rad-Kulturstadt der lokalen Agenda hat das Ergebnis ihrer Umfrage präsentiert. Rottweil erhält eine 3,9. Es gibt viel zu tun. Die Frage ist wann und wie das zu bezahlen ist. Jetzt wäre wohl der Gemeinderat am Zug.

Es war viel Arbeit für die Initiative Rad-Kulturstadt, die Umfrage zum Fahrradklima in der Stadt zu organisieren und auszuwerten. Nun gab es viel Lob. Am Donnerstag haben Stefan Mauch, Gottfried Gestrich-Gärtner und Frank Sucker zusammen mit Reinhold Groß und Wilfried Geißler die Ergebnisse der Umfrage im Sitzungssaal des Alten Rathauses präsentiert.

Offensichtlich haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Das ist aus den durchweg positiven Reaktionen der Stadtverwaltung zu schließen. Sie war bei der Präsentation der Ergebnisse namhaft vertreten: Dabei waren die beiden Fachbereichsleiter Lothar Huber (Bauen und Stadtentwicklung) und Bernd Pfaff (Bürgeramt, Ordnungs- und Schulverwaltung), Gudrun Müller von der Geschäftsstelle der lokalen Agenda, Roland Hönisch, Leiter Tiefbau, und Peter Jung-Teltschik, der neue Stadtplaner. Neben der Schulnote ausreichend (3,9) zieht die Initiative weitere Rückschlüsse aus der Umfrage: So banal sie klingen mögen, aber Rottweil fehlt es an einem durchgängigen und zusammenhängenden Radwegenetz, bilanzierte Stefan Mauch. Vieles ist Flickwerk. Es gibt etliche neuralgische Stellen, an denen sich aus Sicht der Initiative Radfahrer in Gefahr begeben. Sie wurden aufgezeigt. Etwa in der Hochbrücktorstraße, der Königstraße oder der Tuttlinger Straße. Auch mangelt es an baulich und farblich klar abgegrenzten Radwegen.

Dieser Zustand ist der Stadtverwaltung wohl bewusst. Huber sagte, die Ergebnisse überraschten ihn nicht. Man kenne die Schwachstellen, für jeden Punkt gebe es eine Erklärung. Er bekräftigt: "Es führt kein Weg daran vorbei, ein Projekt Radwegenetz zu entwickeln. Das ist bislang nicht gelungen." Ideen, wie und wo etwas zu verbessern wäre, hat die Initiative schon. Etwa könnte man aus der Hauptverkehrsachse Tuttlinger Straße und Königstraße eine Hauptverkehrsader für Radfahrer machen, am besten mit extra gekennzeichneten Radwegen in Grün, so der Vorschlag von Gottfried Gestrich-Gärtner.

Frank Sucker zitierte aus einem Papier, das zwölf Schlussfolgerungen enthält. Zunächst stellte er fest, dass die Daten aus der Umfrage zeigten, Rottweil sei weit entfernt von einer Stadt mit einer ausgeprägten Radkultur.

Die Stadt benötige dringend eine Mobilitätswende, in der Radfahrer zu gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer werden. Im Vorgriff auf eine mögliche Landesgartenschau sagte Sucker, es gehe im künftigen Mobilitätslabor um die spannende Verbindung zwischen High-Tech und Low-Tech. Das verlange ein zeitgemäßes Radverkehrskonzept, das ein faires Miteinander vorsehe.

Die Landesgartenschau, für die sich die Stadt zurzeit bewirbt, ist so etwas wie ein Rettungsanker. Obwohl noch nicht feststeht, ob Rottweil zum Zuge und damit in den Genuss von Fördermitteln von mehreren Millionen Euro kommt, werden mit der Landesgartenschau, die etwa in zehn bis zwölf Jahren stattfinden könnte, große Hoffnungen verbunden. So auch diese, aus Rottweil eine fahrradfreundliche, wenn nicht gar Modellstadt für das Zweirad zu machen.

Wie geht es nun weiter? Was passiert mit den Ergebnissen? Das ist die Frage, die die Initiative Rad-Kulturstadt bewegt. Huber könnte sich vorstellen, dass das auch ein Thema für den Gemeinderat wäre. Er warnt vor der Erwartung schneller Ergebnisse.

Es wird sich demnächst etwas tun: Der Gehweg in der Tuttlinger Straße und Königstraße, vom Hotel Bären bis zur Hochbrücktorstraße, soll saniert, Markierungen erneuert werden. Nicht der große Wurf, aber zumindest ein Anfang. Die Initiative macht ­weiter. Für den Sommer ist eine weitere Umfrage geplant. Dieses Mal unter den ­Fahraddtouristen. Und möglicherweise kommt es zu einer Bildung eines Arbeitskreises mit Teilnehmern aus Stadtverwaltung, Bürgerschaft, Gemeinderat, Wirtschaft und Landkreisverwaltung. Das hat Gudrun Müller vorgeschlagen.

 
 

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Armin Schulz

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