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Rottweil Eindrückliche Szenen sorgen für reichlich Gänsehaut

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Martina Meyr schaut, dass der Kragen auch ordentlich sitzt, bevor es vor die Kamera geht. Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil. Die Szene sorgt für Gänsehaut: Der bedeutende Kunstsammler Johann Georg Martin Dursch trifft in der Lorenzkapelle auf Museumschefin Martina Meyr. Eine Begegnung der besonderen Art, die nur im Film möglich wird, denn Dursch ist seit 1881 tot. Derzeit laufen Dreharbeiten für einen Museumsfilm über den Kunstsammler. Es ist magisch, wenn Dursch mit weißem Kragen und Gehrock plötzlich im Garten der Lorenzkapelle auftaucht.

"Kein Handy-Wackelfilm"

"30 Jahr hat’s mich hier gehalten. In Rottweil. Die Rottweiler...", sinniert er, während er in Erinnerungen schwelgend zum Eingang der Kapelle schreitet. Auf der Suche nach seiner Sammlung. "Ob sie wohl noch da ist, die Afra? Inschallah!" Thomas Giegerich, Schauspieler am Rottweiler Zimmertheater verkörpert Dursch mit Leidenschaft.

Dursch selbst wäre wohl angetan von seinem Double. Das Kamerateam, bestehend aus Frank und Ira Hugger, ist ebenfalls begeistert. Giegerich übrigens auch, wenngleich er zugibt, dass er durchaus auch aufgeregt sei. Er sei zwar ein alter Hase in Sachen Schauspiel und Film, doch eine historische Persönlichkeit habe er noch nie verkörpert. Und mit so viel Textimprovisation habe er auch noch nie gedreht. "Aber es macht riesig Spaß", betont er.

Museumsleiterin Martina Meyr pflichtet ihm bei. Spaß steht dem gesamten Team ins Gesicht geschrieben. Die Idee für den Film sei während der coronabedingten Museumsschließung entstanden, erzählt Meyr. Das Ziel: den Menschen "draußen" die Sammlung trotz der Schließung näherzubringen. Doch der Film sollte kein Schnellschuss, sondern von ordentlicher Qualität sein. "Kein Handy-Wackelfilm", sagt Meyr lachend. Und so habe sie mit Frank und Ira Hugger von der gleichnamigen Werbeagentur ein Konzept erarbeitet. Das habe etwas Zeit gebraucht. Zunächst musste ein geeigneter Darsteller gefunden werden, und auch die Requisiten brauchte man noch. Seit vergangener Woche wird nun gedreht, und man darf sich schon jetzt auf einen Film freuen, der nach ersten Eindrücken höchst informativ und sehr beeindruckend werden dürfte.

Im Internet abrufbar

Die Sammlung Dursch ist im Land die wohl bedeutendste Sammlung sakraler Bildwerke aus dem Spätmittelalter und stellt das wichtigste Ensemble spätmittelalterlicher Skulpturen aus Schwaben dar. In den vergangenen Jahren wurde sie neu konzipiert und ist seit Ende 2019 wieder zugänglich. Aufzuzeigen, wer eigentlich der Sammler, also der Mann hinter der Ausstellung war, ist Inhalt des Films. Dursch erzählt allerdings nicht nur aus seinem Leben, sondern gibt auch vielerlei Einblicke in die Geschichte der Sammlung. Und man kann sich lebhaft vorstellen, wie er heute wohl reagieren würde, wenn er die neu konzipierte Sammlung besuchen dürfte. Im Film jedenfalls ist er sichtlich beeindruckt von der Neugestaltung, mehr sei aber noch nicht verraten. Bis der Film komplett fertig produziert ist, wird es wohl noch ein paar Wochen dauern, dann aber soll er auf der Internetseite des Museums und auf Youtube abrufbar sein.

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