Patricia Nell und Timo Pfeffer mit dem Ensemble des Musikvereins Göllsdorf beim Wunschkonzert Foto: Derix-Kessler Foto: Schwarzwälder-Bote

Musikverein Göllsdorf stellt sein großes Potenzial unter Beweis / Fehervari führt Ensemble zu Höchstleistungen

Von Gertrud Derix-Kessler

Rottweil-Göllsdorf. "Vivo per lei – ich lebe für die Musik", war das Motto des Musikvereins Göllsdorf am Samstagabend in der Turnhalle Göllsdorf. Dieser Einladung waren viele Besucher gefolgt, denn in der Halle waren fast alle Plätze besetzt. Und die Zuhörer wurden nicht enttäuscht. Was der Musikverein zu bieten hatte, war wahrlich einen Besuch wert.

Der seit 90 Jahren bestehende Verein hat zur Zeit 42 aktive Musiker unter der Leitung des Dirigenten Gabor Fehervari. Dieser hat seine Musiker fest im Griff und führt sie zu musikalischen Höchstleistungen. Man spürt förmlich, wie sie ihm auf sein Dirigat folgen und zwar mit vollem Einsatz.

Es war ein Wunschkonzert, und aus einer Auswahl von Stücken konnten die Besucher auswählen. Im Gegensatz zum Jahreskonzert war der Ablauf etwas lockerer. Es wurde während der Darbietungen serviert, also für das leibliche Wohl gesorgt. Steffen Hattler, eigentlich Posaunist im Orchester, führte auf humorvolle Weise durch das Programm.

Obwohl bereits das Spiel des Orchesters nichts zu wünschen übrig ließ, so toppte man die Darbietungen noch mit drei Solisten: Sängerin Patricia Nell, Trompeter Peter Moriggl und Sänger Timo Pfeffer. Sie traten allein oder im Duo Patricia Nell und Timo Pfeffer auf – etwa bei der Polka "Wir Musikanten" oder in "Vivo per Lei". Und sie riefen eine solche Begeisterung her, dass die Sänger und das Orchester gleich noch einmal antreten mussten. Oder ganz anders in "Dem Land Tirol die Treue", wo neben den beiden Solisten auch das Orchester zeigte, dass es singen kann. So legte der größte Teil sein In­strument weg, stand auf und sang – wirklich grandios. Auch Peter Moriggl konnte als Trompeter in "Gabriella’s Song" brillieren mit seinem weichen, herrlichen Trompetenton. Zusammen mit drei Trompetern aus dem Orchester spielten diese in "Der alte Dessauer" abwechselnd ihre Solis und konnten zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt. Patricia Nell verwandelte sich von der braven Dirndlträgerin in Helene Fischer "Die Hölle morgen früh" und "Atemlos" und in Tina Turner für "The Best". Den Song "Atemlos" musste sie gleich zweimal singen, so groß war die Begeisterung des Publikums.

Ein rundum gelungenes Konzert von engagierten Musikern, hervorragenden Solisten unter der musikalischen Leitung von Gabor Fehervari, der seine Musiker zu präzisem Spiel und gepflegtem Sound brachte.

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