Der Beste der Besten: "Aramis vom Alten Troll" mit seinem Besitzer Jörg Bungarten aus Bergheim. Foto: Riedlinger

Zuchtschau vereint im Stadion 478 Rottweiler aus 38 Nationen. Empfang im Alten Rathaus.

Rottweil - Die 42. Zuchtschau der Klubsieger richtete die Bezirksgruppe Rottweil-Süd des Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klubs (ADRK) am Wochenende aus. Im und beim Stadion trafen sich 478 Hunde mit ihren Besitzern aus 38 Nationen zum Stelldichein.

 

Am Sonntagnachmittag standen nach Ausscheidungen in den einzelnen Klassen als Klubsieger "Aramis vom Alten Troll" aus Bergheim und als Klubsiegerin "April vom Holzmichel" aus Duisburg fest. Dabei waren die Hunde während der gesamten Veranstaltung aufgrund der enormen Hitze laufend mit Wasser versorgt worden. Die Bezirksgruppe Rottweil-Süd hatte extra noch Gießkannen und Wassereimer besorgt und Schlauchleitungen rund um das Gelände gelegt. Selbst die Richter fassten sich möglichst kurz, um die Tiere nicht zu strapazieren. Umso unverständlicher war es für alle Beteiligten, dass ein russischer Hundebesitzer zwei Hunde bei der glühenden Hitze im Auto eingesperrt hatte. "In Absprache mit der Polizei mussten die Scheiben eingeschlagen werden, um die Hunde zu retten", sagte der Vorsitzende Willi Ruderisch. Nur durch die sofortige Infusion bei einem der Hunde durch den Tierarzt konnte hier Schlimmeres verhindert werden. Den Verursacher erwartet neben den kaputten Scheiben ein Bußgeld durch die Polizei.

Am kommenden Wochenende ist zudem die Weltmeisterschaft geplant, an der 56 Hunde aus 18 Nationen teilnehmen werden.

Bei einem offiziellen Empfang am Freitagabend hieß Stadtrat Walter Stegmann in Vertretung des Oberbürgermeisters Funktionäre wie ADRK-Präsidentin Ulrike Grube im Alten Rathauses willkommen. "Rottweils gute Stube", so Stegmann, der historische Ratssaal aus dem Jahr 1521, bilde einen würdigen Rahmen für die Begrüßung und eine Einführung in die Klubsieger-Zuchtschau. Die Verbundenheit der Stadt mit dem gleichnamigen Hund verlange einen Blick in die Geschichte. Stegmann führte aus, die ersten Hunde seien bereits als Begleiter mit den Römern über die Alpen gekommen. Nicht erst 771 am Königshof Rotuvila seien sie erwähnt, hätten sich dann später vermischt und seien unter der Bezeichnung "Rottweiler Metzgerhund" bekannt geworden. Heute sei die Rasse ein begehrter Hüte- und Treiberhund, der oft im Polizei-, Zoll- oder Armeeeinsatz gesehen werde. Mit seinen Vorzügen sei er ein verlässlicher Partner für den Menschen. Im Vergleich mit dem Hund könne die Stadt am Bekanntheitsgrad noch feilen, schmunzelte Stegmann: "Ein Chinese kennt den Hund, ob er etwas über die Stadt weiß, kann man bezweifeln."

Die Bezirksgruppe Rottweil-Süd besteht mittlerweile seit zehn Jahren und konnte anlässlich dieses Geburtstags die Zuchtschau und die Weltmeisterschaft in die Heimat der Rottweiler holen. Viele Arbeit haben dafür der Vorsitzende Willi Ruderisch und seine Kollegen wie Kassier und Schriftführer Jürgen Teuber investiert.