Narrhalla: Traditionsreicher Ball am Samstagabend begeistert das Publikum / Blicke auf Rottweil von außen und von oben

Eine bunte Show für eine bunte Gesellschaft: Der Narrhalla-Ball im ausverkauften Kapuziner war wieder ein Erfolg. "Große Freiheit" war das Motto, und so kamen Matrosen, Kapitäne, ein Seemann, ein Leuchtturm, schwere Jungs und leichte Mädels.

Rottweil (bdb). Auch was zur Hamburger Amüsiermeile gehört, war vertreten: Eine "Drag Queen" war da – wenn auch nicht aus Hamburg. Betty BBQ ist eine Travestie-Attraktion aus Freiburg. Die wurde auch gleich Ehrenmitglied der Narrhalla.

Den Anfang machten die Reichsstadtweiber mit Narrenmarsch und "Schwarzwaldmarie" als Begrüßung für die mit Bollenhut auftretende BBQ. Sportlich ging’s weiter mit den "Purzelbaum-Mädels" und ihrer Rope-Skipping-Show.

Zum Auftritt des Kinderballetts kamen Schorsch Hauser und Andreas Wilkens als Seepferdchen und Hai auf die Bühne – der Narrenmarsch zur Melodie des "Hamborger Veermaster". Dann sagten Larissa Wiest und Markus Gessner, die charmant durch das Programm führten, einen schrägen Vogel an: In seiner Büttenrede ließ "Turmfalke" Hermann Breucha das abgelaufene Jahr humorvoll Revue passieren. Und passiert ist ja eine ganze Menge. Einige Ideen hatte er auch zur Gestaltung der Gartenschau – beispielsweise Ralf "Hefe" Armleder als Gondoliere auf dem Neckar. Musikalisch ging’s weiter mit Käpt’n Blaubär (Christoph Krajewski) und Hein Blöd (Sebastian Faulhaber), den starken Musikern Thomas und Silvia Grathwohl und einer kleinen jungen Blas­kapelle. "Zusammen sind wir eins – von der Altstadt bis zur Siedlung" erntete laute Zugabe-Rufe.

Ein Gespräch in der Hafenkneipe zwischen Wirt Gunter Wilde und Gast Alexander Gessner über Rottweil aus Sicht von außen wurde aufgelockert durch Auftritte des Männerballetts. Allein die waren schon das Eintrittsgeld wert. Und immer gab es im Hintergrund das passende Bühnenbild von Uli Hezinger dazu.

Abgerundet wurde der Show-Teil von den Narrhalla-Sängern und den Reichsstadtweibern. Dann übernahm die Band "Take a Dance" um Jürgen Waidele das Programm – nicht nur für die Tanzwütigen, auch das Zuhören lohnte sich.