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Rottweil Parkleitsystem soll Innenstadt entlasten

Von
Foto: Nädele

Rottweil - Das Mobilitätskonzept für Rottweil steht am Mittwochabend in der Sitzung des Gemeinderats auf der Tagesordnung. Schrittweise geht es voran in Sachen Parken, Fußgänger, Radfahrer und Autos.

Nach dem Bau der Nordumgehung 2003, dem Einführen der Tonnagenbeschränkung, von Tempo 30 und dann des "verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs" bei der Neugestaltung von Rottweil-Mitte mit Tempo 20 will die Stadt Rottweil die nächsten Maßnahmen folgen lassen. Das Ziel: eine weitere deutliche Entlastung der Innenstadt vom motorisierten Individualverkehr. Mit hinein in die Überlegungen spielt die Landesgartenschau RW 2028, die als eines der Schwerpunktthemen die Mobilität haben soll.

Den Stadträten werden nun in der Sitzung am Mittwochabend die Erkenntnisse aus einer Verkehrszählung und der Parkraumerfassung vorgelegt. Ein Ergebnis daraus: Die Möglichkeiten, beim Durchgangsverkehr einzugreifen seien limitiert. Bereits jetzt werde die Umgehung über die B 27 von einem Großteil genutzt. Am zentralen Knotenpunkt der historischen Innenstadt, der Kreuzung von Hauptstraße und Hochbrücktorstraße am Friedrichsplatz, sei die Belastung zwar sehr hoch, jedoch nur zu elf Prozent durch den Durchgangsverkehr verursacht. Sprich: Eine weitere Entlastung ist über die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Radverkehrs denkbar.

Ausschließlich durch die Rottweiler verursacht

Das beauftragte Stuttgarter Büro der Ingenieur Gesellschaft Verkehr (IGV) kommt nach der Befragung zum Schluss: "Die hohe Verkehrsbelastung ist fast ausschließlich durch die Bürger der Stadt Rottweil sowie den Quell- und Zielverkehr verursacht."

Diesem Ergebnis folgt die Stadtverwaltung mit dem Vorschlag, dass eine Neuordnung des Rottweiler Parkkonzeptes in Verbindung mit einem dynamischen Leitsystem angestrebt werden soll. Als Ziel will sie daher anvisieren, den Parkverkehr anders zu leiten, so dass die historische Innenstadt nicht mehr durchquert werden muss. Das soll den weiteren Planungen zugrunde gelegt werden.

Ein Eckpunkt ist dabei das geplante Parkhaus Zentrum auf der Groß’schen Wiese mit mindestens 300 Stellplätzen. Für die E-Mobilität soll hier die entsprechende Ladeinfrastruktur geschaffen werden.

Als Teil des Gesamtpakets, das die Verwaltung schnüren möchte, soll zudem das Tarifkonzept fürs Parken im Zentrum überarbeitet werden. Die Konzeption des Leitsystems geht von den bekannten Schwerpunkten aus: Nord – mit Nägelesgraben und Kriegsdamm, Süd – mit dem Parkhaus Zentrum und Berner Feld.

Ausgearbeitet hat die IGV überdies einen Entwurf für ein Radverkehrskonzept, denn als Alternative zum Autoverkehr sollen möglichst viele aufs Zweirad umsteigen. Eingeflossen sind die Ergebnisse aus der Fragebogenaktion des Agenda-Arbeitskreises RadKulturstadt Rottweil. Im Fokus war dafür nicht nur das Wegenetz, das alle wichtigen Ziele einbinden soll, sondern auch Faktoren wie das Sicherheitsgefühl der Radfahrer und Möglichkeiten, die Zweiräder abschließbar abstellen zu können. Klar machen die Planer in ihrem Entwurf: schnell umsetzbar ist der flächendeckende Ausbau des Radwegenetzes nicht. Sie schlagen deshalb vor Prioritäten zu setzen, Hauptrouten festzulegen.

Ob nun Auto-, Bus- oder Radverkehr – für obligatorisch hält IGV eine durchgängige und klare Beschilderung. Im Haushalt hat Rottweil für das Mobilitätskonzept insgesamt 4,5 Millionen Euro eingestellt. 2,4 Millionen Euro entfallen dabei auf das Parkhaus, 1,5 Millionen Euro auf den Radverkehr und 500.000 Euro auf das Parkleitsystem.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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