Johannes Warth am Mittwochabend im Kraftwerk. Foto: Kienzler

Ermutiger und Überlebensberater spricht im Rottweiler Kraftwerk über Berufsalltag und negative Alltagsgewohnheiten.

Rottweil - "Kennen Sie das Gefühl, dass Sie gerne etwas Neues angehen möchten, doch es fehlt Ihnen der Mut?", fragt Johannes Warth - und nicht wenige Besucher im Kraftwerk nicken. In den meisten Fällen benötige man lediglich einen mutigen Gedanken, um den ersten Schritt zu tätigen.

Der Oberschwabe, der sich selbst als Ermutiger und Überlebensberater bezeichnet, ist am Mittwochabend zu Gast in der Vortragsreihe "Denkanstöße", die vom Schwarzwälder Boten und dem Süddeutschen Verlag Veranstaltungen veranstaltet wird. Mit seinem Vortrag "Mut tut gut - sieben Schritte zum Erfolg" begeistert er sein Publikum mit einer überzeugenden Mischung aus Motivations- und Schauspielkunst, Musik und sogar  einem Hauch Artistik.

"Erfolg beginnt morgens im Badezimmer vor dem Spiegel", ist Johannes Warth überzeugt. Denn hier, genau hier, entscheide sich Morgen für Morgen, mit welcher Einstellung man in den Tag hinein gehe. Sein Rat: "Sehen Sie in den Spiegel und sagen Sie sich: Das Beste, was den Menschen heute begegnet, bin ich!". Die eigene Einstellung bleibe einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. "Denn wer die Dinge gelassen angeht, wagt den nächsten Schritt und kommt im Beruf und Privatleben umso leichter voran", betont Warth.  

Für den Unternehmenscoach müssen Firmenchefs, aber auch leitende Mitarbeiter, immer "ein bisschen abgedreht" sein, "mutig eben, um neue Ideen zu kreieren". Dazu gehöre aber stets, sich Kritikern zu stellen, so Warth. "Der Kunde, der sich beschwert, ist ein hervorragender Kunde. Kritik sollte dein bester Freund sein." Wer das anders sehe, verkenne, dass die "stillen Kritiker" sich einfach abwendeten und der Firma damit zumeist auf ewig verloren gingen. "Wer nichts riskiert, kann nicht mal scheitern", zitiert der Oberschwabe Gipfelstürmer-Ikone Reinhold Messner. Ein Zitat, das auch von Warth selbst stammen könnte.

Warth gelingt es mühelos, den Zuhörern auch tiefgründige Themen treffend und dennoch leicht zu vermitteln.  Und er schafft es, seinem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes,  Mut zu machen. Mal lachen seine Zuhörer, dann bleibt ihnen das Lachen fast wieder im Hals  stecken - so hält Warth ihnen den Spiegel vor, indem er Berufsalltag und negative Alltagsgewohnheiten  beleuchtet. Nur wenn ein Ziel für alle Beteiligten klar definiert sei, könne es auch erreicht werden, ist er überzeugt. Zudem sei es wichtig, vorzudenken. "Zu viele Menschen denken jedoch nur nach", so Warth.

In der Vortragsreihe "Denkanstöße", die von der Volksbank Rottweil und der trend-factory unterstützt wird, lüftet Paul Johannes Baumgartner am Mittwoch, 15. Juli, im Kraftwerk "Das Geheimnis der Begeisterung". Er zeigt an diesem Abend, welche Faktoren bei einem Gesprächs- oder Verhandlungspartner Begeisterung auslösen, rüttelt an alten Gewohnheiten, hält den Besuchern den Spiegel vor und lenkt altes Denken in neue Bahnen.

Weitere Informationen:

Telefon 089/21 83 73 10, denkanstoesse.schwarzwaelder-bote.de, oder per E-Mail an sb-denkanstoesse@sz.de

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