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Rottweil Das Testbild flimmert – die Party läuft

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Vor dem großen Ansturm auf die Stadt versprühen diese strahlenden Blumen am Schmotzigen in Rottweil gute Laune. Fotos: Otto Foto: Schwarzwälder Bote

Superman legt sich um 14 Uhr in einem Hauseingang zum Schlafen nieder – doch für Space-Girls, Engel und Teufel ist die Party noch lange nicht vorbei: Die Rottweiler Schüler sorgen am Schmotzigen wieder für Ausnahmezustand in der Stadt. Die Polizei ist schwer beschäftigt.

Rottweil. Dabei ist die Innenstadt nicht so proppevoll wie in den vergangenen Jahren – obwohl die Sonne den Feierwütigen vom Himmel lacht. Woran der geringere Andrang liegt, können auch Bernd Pfaff, der von städtischer Seite für die Ordnung Sorge trägt, als auch Polizeirevierleiter Michael Haug nicht sagen. Dennoch: Die Polizei hat ihre Kräfte in diesem Jahr erneut verstärkt. Wie sich zeigt, ist das auch gut so. Gegen Nachmittag wird die Stimmung alkoholbedingt schlechter, die Einsatzkräfte sind gefordert

Prävention ist angesagt

Zumindest in den ersten Stunden steht zunächst feiern, tanzen und Spaß haben im Vordergrund – in fantasievollen Kostümen natürlich. Vor allem die Abiturienten haben sich wieder ins Zeug gelegt und sind in Weltall-Mission oder als Psychopaten unterwegs. Daneben gibt es lebensgroße Bierkrüge, Blumenkinder und eine wandelnde Kloschüssel. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, des KiJu und der Fachstelle Sucht verteilen Kondome, Cannabis-Teststreifen und "Spikeys" zum Schutz vor K.O.-Tropfen.

Wie immer gilt in der Stadt ein Verkaufsverbot von Alkohol an unter 25-Jährige. Die Jugendlichen haben zwar ihre "Getränke" dabei, doch man wolle die Versorgung mit Nachschub erschweren, so Bernd Pfaff. Er sei froh, dass die Polizei verstärkt im Einsatz ist, um Probleme im Keim ersticken und die Zahl der Kontrollen erhöhen zu können. Auch das Jugendamt ist im Einsatz.

Alarm am Friedrichsplatz

Dennoch kommt es am Nachmittag am Friedrichs­platz zu einem größeren Einsatz von Polizei, DRK und Feuerwehr: Die große Schaufensterscheibe des Müller-Drogeriemarkts geht im Zuge einer Schlägerei zu Bruch, eine Person wird verletzt. Große Scherbenteile liegen herum. Die Polizei sichert das Gebäude ab, die Feuerwehr ersetzt die kaputte Scheibe durch Spanplatten. Die Stimmung ist nicht mehr wirklich heiter.

Ein Problem sind auch wieder die zahlreichen Wildpinkler und die vielen Scherben in der Fußgängerzone. Die Polizei greife in diesem Jahr härter durch, sagt Haug. Die Eltern waren erstmals im Vorfeld per Brief darauf hingewiesen worden, dass Ordnungswidrigkeiten zu Platzverweisen führen können – und es für Uneinsichtige diesmal auch recht teuer werden kann.

Die Bilanz

Die Bilanz der Polizei um 18 Uhr: 96 Jugendliche wurden mit "polizeilichen Maßnahmen belegt", es gab acht Straftaten, darunter Sachbeschädigungen, eine Körperverletzung, Betäubungsmittelverstöße und Widerstand gegen Polizisten. Zehn Platzverweise werden erteilt, zehn Ordnungswidrigkeiten wegen Urinierens festgestellt. Die Zahlen seien durch die verstärkten Kontrollen höher, betont der Revierleiter. Dennoch: "Gut, dass wir in dieser Stärke vor Ort waren." Und die Nacht ist noch lang.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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