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Rottweil Das Gäubahn-Dilemma: Überwiegen am Ende doch die Vorteile?

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Wie geht es mit der Gäubahn weiter? Darüber informierte sich der Technische Ausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung. Foto: Spotts Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Rottweil/Kreis Freudenstadt (mos). Wie wirkt sich der Bau von Stuttgart  21 auf die Gäubahn aus? Nahverkehrsberater Ulrich Grosse lieferte bei einer Veranstaltung in Freudenstadt Antworten auf diese Fragen.

Grosse machte deutlich: Die vermeintlichen Nachteile während der Bauzeit hielten sich in Grenzen, und am Ende werde manches besser als bisher. Der Nahverkehrsexperte erklärte, dass es die heutige Strecke der Gäubahn über Herrenberg nach Böblingen in Richtung Hauptbahnhof bis 2025 unverändert geben werde. Danach würden die S-Bahnlinien S 4, S 5 und S 6 infolge neuer Haltestellen verschwenkt, und die Gäubahn werde deshalb – voraussichtlich ab Mitte 2025 – im Stuttgarter Norden enden. Dies habe nicht nur bautechnische Gründe, sondern sei auch deshalb nötig, da die Stadt Stuttgart der Deutschen Bahn das Gelände im Bereich der heute oberirdischen Gleise für 800 Millionen Euro abgekauft und dafür die Zusage erhalten habe, ab 2021 frei darüber verfügen zu können. Jede Verzögerung koste die Bahn pro Jahr 30 Millionen Euro an Zins.

Von einer weiteren Verzögerung der Räumung nach 2025 sei nicht auszugehen. Alternativ dazu werde die Gäubahn ab diesem Zeitpunkt nur noch bis Stuttgart-Vaihingen verkehren, von wo aus ab 2025 alle fünf Minuten eine S-Bahn zum Hauptbahnhof fahre. Für die SBB-IC-Reisenden aus Richtung Süden blieben die Anschlussverbindungen an den ICE nach Dortmund und Berlin trotz Umstiegs weiterhin erreichbar.

Für Reisende mit dem Doppelstock-IC sei die Umstiegszeit definitiv zu kurz, so Grosse. Dies gelte für eine Übergangszeit während der zweiten Jahreshälfte im Jahr 2025. Mit der Eröffnung des Tiefbahnhofs im Dezember 2025 werde die Strecke Mannheim-München im 30-Minuten Takt befahren – damit gebe es wieder einen Anschluss für den Doppelstock-IC. Grosse machte keinen Hehl daraus, dass der Umstieg auf die S-Bahn in Vaihingen trotzdem als Notlösung zu bewerten sei, dass daran aber kein Weg vorbeiführe. Derzeit müsse davon ausgegangen werden, dass die Umstiegsphase länger dauere, da sich die eigentlich geplante Führung der Gäubahn über den Flughafen mangels Planfestellung verzögere. Auszugehen sei seiner Meinung nach von einem Zeitraum von mindestens drei Jahren, vielleicht sogar deutlich mehr.

Grosse stellte auch klar, dass der Umstieg in Vaihingen nach Fertigstellung des Tiefbahnhofs und Führung der Gäubahn über den Flughafen wieder entfällt. Die Strecke über den Flughafen sei zwar länger als bisher, wegen der höheren Geschwindigkeiten trotz des zusätzlichen Halts am Flughafen genauso schnell.

Nicht vorgesehen sei am Flughafen jedoch der Umstieg Richtung München, weil der Halt des ICE Dortmund-München im Tiefbahnhof geplant sei. Aber Regionalzüge nach Ulm, Lindau, Nürtingen und Tübingen hielten dort.

Im Fokus des Landes stehe dabei auch eine mögliche Verkürzung der Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Zürich von heute drei Stunden auf 2:37 Stunden durch den Einsatz von speziellen Neigetechnikzügen. Die DB lehne den Einsatz dieser Züge aufgrund der Kosten bisher aber ab.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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