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Rottweil Bunt sprießen die Ideen

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Unter dem Motto Heimat gestalten die Viertklässler der Konrad-Witz-Schule ihre Gießkannen für die Landesgartenschau. Fotos: Seiss Foto: Schwarzwälder Bote

Gießkannen sahen vermutlich nie besser aus. Das gilt zumindest für die 514 Exemplare, die die Stadt an die Rottweiler Schulen verteilt hat. Auch hier will man zur Landesgartenschau beitragen. Und so werden aus grünem Plastik wahre Kunstwerke.

Rottweil. Es riecht nach Heißkleber und Farbe an der Konrad-Witz-Schule. Eifrig werden Löcher in eine grüne Gießkanne gebohrt. Nebenan wird hoch konzentriert das Schwarze Tor nachgebaut. Fasnet, Neckar, Rottweiler, Römer: Das sind Dinge, die die 27 Kinder der vierten Klasse mit Rottweil, mit Heimat, verbinden. Am Ende der Stunde sind die Kinder zufrieden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ökologisches Bewusstsein mit Ästhetik und Kunst zu verknüpfen, das gefällt auch Kunstlehrerin Franziska Kilian an dem Projekt.

Vor knapp drei Wochen, am 5. März, kam die Lieferung an. "Das ist ein gutes Projekt", finden die federführende Kunstlehrerin und Schulleiter Willy Schmidt. Kurzerhand überlegte man gemeinsam mit den Schülern, was ein geeignetes Oberthema für die Gestaltung der Gießkannen wäre. "Heimat" war dann das Ergebnis des Brainstormings.

Auf einer Art Bewerbungsbogen ließen die Viertklässler ihrer Fantasie freien Lauf und entwarfen vielfältige Gießkannenträume. Die Ideen reichen von Federahannes-Kannen über Gießkannen mit Römermosaik bis hin zur Verwendung von Origami-Falttechniken, um den sonst so öden, grünen Plastikbehältern ein bisschen Rottweil einzuhauchen.

Dazu verbringen die aufgeweckten Schüler ihre Zeit in den Werkräumen, um all ihre tollen Ideen umzusetzen. Dabei wird dann auch die Gruppenaufteilung schnell einmal außer Acht gelassen und am Nachbartisch mitgewerkelt. Die Kinder haben dabei sogar so viel Spaß, dass sie kurz vor den Osterferien eine Extraschicht einlegen – freiwillig.

"Ich find’s cool", sagt Jan-Felix. Celina und Dana rechnen sich bereits aus, wie alt sie bei der Landesgartenschau 2028 sein werden und was man dann, mit 20 und 19, so alles unternehmen kann. Nebenan wickeln Selina und Sarah gelbe und schwarze Wolle um eine sichelförmige Schablone. Als sie fertig sind, präsentieren die beiden fluffige Bommel und erzählen, wie sie auf die Idee gekommen sind: "Die Bajasse haben auch solche Bommel. Und sie tragen die Rottweiler Farben."

Im Augenwinkel glänzen rosa und gelbe Farbschimmer. Es sind kleinere und größere Origami-Figuren. Luana berichtet stolz davon, dass sie die Falttechnik von einer Japanerin gelernt hat. Teamkollegin Liv zeigt schillernde Kreationen von Kranichen und Fischen, die später auf dem "Neckar" platziert werden. Echte Zusammenarbeit leisten auch die Mädchen der Mosaik-Gruppe. Während eine von ihnen die farbigen Steinchen auswählt und zum Aufkleben weiterreicht, bringt eine andere Schülerin den Heißkleber auf der Gießkanne an.

Statt sich wie die Mädchen mit Wolle, Federn, Spitze und Faltpapier zu beschäftigen, wird bei den Jungs geklebt, gemalt und gebohrt, was das Zeug hält. Mit dem Akkubohrer in der Hand löchern Samuel und Eris ihre Gießkanne, um einen Wald "anzupflanzen". Bei ihrer Umsetzung beweisen die beiden einen grünen Daumen.

In der Turmstadt, da sind sich Marius und Richard einig, dürfen die prägenden Wahrzeichen wie Testturm und Schwarzes Tor nicht fehlen. Um die Steinmauer möglichst originalgetreu darzustellen, kleben sie unterschiedlich große Elemente auf den Umriss ihres Miniatur-Tors. Stolz auf das Ergebnis sind sie alle, stecken schließlich bis zu acht Stunden Arbeit hinter jedem Design.

 

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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