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Rottweil "Beim Stadtjugendring fing 1974 alles an"

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Andreas Schreitmüller, Redaktionsleiter beim Fernsehsender ARTE, stammt aus Rottweil. Und seine Verbindung zur Stadt ist nach wie vor innig. Foto: Schreitmüller Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil. Vom Filmreferent des Stadtjugendrings zum Redaktionsleiter des Fernsehsenders ARTE: Andreas Schreitmüller legte den Grundstein für seinen Werdegang in Rottweil und hat eine besondere Beziehung zur Stadt.

"1974 fing alles an", erzählt Andreas Schreitmüller im Gespräch. Zu diesem Zeitpunkt sammelte der damals 18-jährige Schüler seine ersten Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen. Als Filmreferent des Stadtjugendrings Rottweil entwickelte sich eine Leidenschaft, die bis heute anhält.

"Eigentlich war es ein Zufall. Mein guter Freund, Dieter Funk, begeisterte mich damals für diese Tätigkeit", erklärt Schreitmüller. Über insgesamt sieben Jahre brachten die beiden Filme ins Rottweiler Kino, die teilweise auch heute noch von kultureller Bedeutung sind. "Es gab regelmäßige Filmabende, wo sowohl aktuelle Filme als auch Klassiker liefen", erinnert sich der 63-Jährige und ergänzt: "Die Aktion bekam viel Zuspruch und so hatten wir stellenweise bis zu 400 Zuschauer in einem Kinosaal".

Um die richtige Auswahl an Filmen zu treffen, musste sich Schreitmüller intensiv mit deren Inhalt auseinandersetzen und Informationen aufbereiten. "Ohne Internet war das eine ziemlich aufwendige Sache", betont er. Für jede Vorstellung wurden Plakate gestaltet, Flugblätter geschrieben und klassische Inhaltsangaben verfasst. Durch diese Tätigkeit sei seine Liebe zum Film immer weiter gewachsen und er habe viel für seinen späteren Werdegang gelernt.

1980 legte Schreitmüller sein Ehrenamt als Filmreferent des Stadtjugendrings nieder. Im Anschluss war er als stellvertretender Leiter der internationalen Kurzfilmtage Oberhausen tätig. "Diese Stelle bekam ich damals nur aufgrund meiner langjährigen Erfahrung beim Stadtjugendring – das beeindruckte die Leute dort", hebt er hervor. 1984 wurde er dann Redakteur beim ZDF und war für zahlreiche Dokumentar- und Spielfilme sowie Wissens- und Livesendungen verantwortlich. Ab 1991 stellte er sich schließlich einer neuen Herausforderung: "Für die Gründung des Fernsehsenders ARTE wurden erfahrene Leute gesucht, und ich hatte großes Interesse an dem Projekt". Seither hält Schreitmüller als Redaktionsleiter dem deutsch-französischen Kultursender, mit Sitz in Straßburg, die Treue.

Trotz der Distanz habe er nach wie vor eine innige Verbindung zu Rottweil. "Vor allem die Fasnet hat es mir angetan. Zu dieser Jahreszeit fahre ich jedes Jahr aufs Neue in meine Heimat", betont der 63-Jährige. Neben seiner Tätigkeit beim Stadtjugendring sei er schon in jungen Jahren bei der Narrenzunft und diversen Schmotzigengruppen aktiv gewesen.

Auch heute noch pflegt Schreitmüller eine besondere Beziehung zu den Rottweiler Narren. So kam vor ein paar Jahren die gemeinsame Idee auf, einen Film über die Fasnet in der Stadt zu drehen. Daraufhin ließ Schreitmüller seine guten Kontakte in der Branche spielen und vermittelte die Idee an die Filmemacherinnen Wiltrud Baier und Sigrun Köhler aus Stuttgart. Der Film befinde sich aktuell im Schnitt und solle bereits Ende des Jahres in den Kinos laufen, so Schreitmüller. "Zum Filmstart werde ich selbstverständlich nach Rottweil kommen", versichert er.

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