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Rottweil Barocke Klangwelt von ihrer schönsten Seite

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Chor und Orchester geben eine überzeugende Interpretation der ausgewählten Werke ab. Foto: Heckmann-Hageloch Foto: Schwarzwälder Bote

Die Mit der Auswahl des Requiems von Heinrich Ignaz Franz Biber führte Johannes Vöhringer mit seinem Predigerchor das Publikum in die beeindruckende Klangwelt eines Barockkomponisten, der der breiteren Öffentlichkeit bis dato kaum bekannt war.

Rottweil. Ergänzt wurde das Konzert in der Predigerkirche am Sonntag durch Johann Sebastian Bachs Konzert für Oboe und Violine in c-moll BWV 1060 und dessen Kantate "Liebster Gott, wen wird ich sterben" BWV 8.

Der Predigerchor hatte mit seiner stilsicheren Interpretation bewiesen, dass Bibers Werk zu Unrecht zu den unbekannteren der Musikgeschichte gehört. Das Requiem erinnert an den Musikstil der venezianischen Mehrchörigkeit, doch weisen auch schon manche Passagen auf Mozarts Requiem hin, der Bibers Requiem kannte, da beide in Salzburg musikalisch tätig waren. Die Barockmusik des Salzburger Kirchenmusikers füllte in wunderbarer Weise den Raum. Chor, Solisten und Orchester sorgten mit ihrer Interpretation für eine besinnliche Stunde am Volkstrauertag.

Vöhringer hatte seinen Chor bestens auf den barocken Ausdruck der Werke eingestellt. Die homofonen Teile wurden vom Chor leicht und duftig interpretiert, die polyfonen Teile wurden von den Sängern akzentuiert vorgetragen, sodass die Komposition Bibers den zahlreich erschienenen Zuhörern in transparenter Weise nahegebracht wurde.

Das Barockorchester Ensemble Primavera begleitete den Chor in virtuoser Weise. Die Sopranistinnen Cornelia Fahrion, Sopran I, und Julia Hinger, Sopran II, ergänzten sich gut, Dina König bestach mit einer warmen Altstimme. Mit dem Konzert für Oboe und Violine in c-moll von Johann Sebastian Bach wurde ein musikalischer Übergang in eine spätere Zeitepoche geschaffen. Benedetta Costantini und Johannes Knoll stellten mit ihrer Interpretation des Konzerts ihr Können unter Beweis. Gelegentlich sorgte die Akustik der Kirche dafür, dass die Solo-Violine durch den im Raum dominierenden Klang der Oboe etwas überdeckt wurde.

Den Abschluss des Konzerts bildete Bachs Kantate BWV 8 "Liebster Gott, wenn wird ich sterben". Der ruhig dahinfließende Eingangschor der Kantate hinterlässt beim Zuhörer den Eindruck einer versöhnten Akzeptanz der Endlichkeit des Lebens. Chor und Orchester bildeten hierbei eine harmonische Symbiose. Hervorzuheben ist hier die sehr differenziert spielende Bläsergruppe des Orchesters. Sowohl Tenor Marcus Elsäßer mit Johannes Knoll an der Oboe als auch der Bassist André Sesgör mit Monika Scholand an der Flöte übernahmen die Muszierfreude des vorherigen Instrumentalkonzertes in die Kantate hinüber, welche die virtuose Musik zu einem leichten Musizieren transformierte. Das Publikum bedankte sich bei den Interpreten mit einem langen Applaus.

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