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Rottweil Auf dem Berner Feld steht die große Änderung an

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Foto: Holweger/Maps4News

Rottweil - Sie ist schon einige Zeit erwartet worden – die fünfte Änderung des Bebauungsplans für das Industriegebiet Berner Feld. Nun soll der Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung am Mittwochabend über die Offenlage beraten. Die Entscheidung steht dann in der Sitzung des Gemeinderats am 20. November an.

Lange daran gefeilt

Lange hat die Stadtverwaltung an Details gefeilt und versucht, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bekommen. Es geht schließlich um nicht weniger, als um die zukünftige Entwicklung des Gebiets, das durch die Ansiedlung des Testturms in einen völlig anderen Fokus gerückt ist. Seit der ursprünglichen Aufstellung des Plans Mitte der 90er-Jahre "haben sich die Ansprüche an die Art der baulichen Nutzung" verändert, heißt es deshalb auch in den Sitzungsunterlagen. Die neuerliche Änderung des Bebauungsplans soll dem Rechnung tragen: einerseits die Fragmentierung durch die vorangegangenen Änderungen bestenfalls beheben, andererseits für die konkreten Erweiterungsabsichten der Ansässigen die planungsrechtlichen Grundlagen schaffen.

Dass die Stadtverwaltung sechs Ziele anführt, die durch die Änderung des Bebauungsplan erfüllt werden soll, lässt erahnen, wie vielschichtig das Unterfangen ist. So geht es um die Erweiterung der Baugebiete um ein Gewerbegebiet im Westen: die bisherigen Grünflächen neben dem Testturm. Ebenso sollen das Dorfgebiet im Bereich Seehof erweitert und geändert sowie das Mischgebiet um die Pension Haas vergrößert werden. Eine Neugliederung der Baugebiete soll Nutzungen aus dem Bereich Hotellerie und Gastronomie möglich machen. Auch untergeordneter Einzelhandel soll ausnahmsweise machbar sein. Zudem geht es um die Sicherung der Gewerbe- und Industrieflächen für die Wirtschaft. Eine neue Abgrenzung der Baugebiete und Änderungen an den zulässigen Gebäudehöhen spielt außerdem eine Rolle. Der Entwurf sieht so vor, im nördlichen Teil des Bebauungsplans Industrie- in Gewerbeflächen umzustufen – für Hotellerie und Gastronomie.

Bereits im Juni war eine Veränderungssperre beschlossen worden, da ein Bauantrag für eine Freiland-Photovoltaikanlage eingegangen war. Stattdessen zieht die Stadt es vor, die Flächen für Gewerbe- und Industriebetriebe "mit einer relevanten Arbeitsplatzdichte" zu nutzen.

Plus an Ökopunkten

Einher geht die fünfte Änderung des Bebauungsplans mit Detailregelungen etwa zu Leitungsrechten, zu Pflanzvorschriften, zum Artenschutz oder auch zu Fuß- und Radwegen.

Notwendig werden Ausgleichsmaßnahmen, wie die Verwaltung in den Sitzungsunterlagen erläutert. Um mehr als 186 000 Ökopunkte geht es. Dafür soll nördlich des Naturgasthauses Bettlinsbad zwischen Lauffen und Hausen eine extensiv genutzte Acker- und Grünlandfläche aufgewertet werden. Unterm Strich bleiben dann sogar knapp 1900 Ökopunkte für das Konto der Stadt.

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