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Rottweil "Auch die Helfer brauchen mal Hilfe"

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Am morgigen Freitag findet in Lauffen der vierte Gottesdienst für Rettungskräfte statt. Foto: Siegmeier Foto: Schwarzwälder-Bote

Kreis Rottweil. Wenn der Funkmeldeempfänger sie zum Dienst ruft, dann ist es egal, ob gerade das Essen auf dem Herd steht oder ein Abend mit der Familie geplant ist. Wenn es pfeift, dann gilt es keine Zeit zu verlieren, denn dann sind meist Menschen in Not. Unfälle, Todesfälle, Suizide und andere Unglücksfälle gehören zum Alltag der Rettungskräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Bei derlei Unglücksfällen werden meist auch die Mitarbeiter der Notfallseelsorge und Notfallnachsorge alarmiert. Auch die Rettungskräfte oder die Pfarrerinnen und Pfarrer der Notfallseelsorge lassen solche Eindrücke nicht unberührt. "Im Einsatz muss jeder Handgriff sitzen", sagen Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdienst. Zeit, um über das nachzudenken, was gerade passiert ist, habe man erst später. Und nicht immer sei es einfach, die Bilder aus dem Kopf zu bekommen.

Die Feuerwehr Rottweil hat in diesem Jahr bereits weit mehr als 200 Einsätze bewältigt, informiert Stadtbrandmeister Frank Müller. Viele dieser Einsätze bedeuten auch für die Rettungskräfte eine Herausforderung. Deshalb wurde 2013 der "Blaulichtgottesdienst", ein ökumenischer Gottesdienst für alle Hilfskräfte, ins Leben gerufen. In diesem Jahr findet er am morgigen Freitag, 28. Oktober, ab 19 Uhr in der katholischen Kirche St. Georg in Deißlingen-Lauffen statt. Der Gottesdienst der Rettungsdienste und der Notfallseelsorge im Kreis Rottweil findet in Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei, DRK, Bergwacht, Weissem Ring, Bestattern, dem katholischen Dekanat Rottweil sowie den evangelischen Kirchenbezirken Sulz und Tuttlingen statt.

Oft bleiben Zweifel

Der evangelische Pfarrer Christian Honold und der katholische Pfarrer Albrecht Zepf halten den Gottesdienst. "Blaulicht macht den Rettern den Weg frei. Der führt aber oft zu Szenarien, die auch den Rettern unter die Haut gehen. Für uns bleiben nach vielen Einsätzen große Fragezeichen, Zweifel und psychische Belastungen. Manches können wir im Gespräch aufarbeiten, anderes bleibt ungesagt. Im Gottesdienst denken wir daran und bitten um Gottes Segen", heißt es in der Ankündigung. Alle Interessierten sind eingeladen. Im Anschluss gibt es ein Vesper und Zeit zum Gespräch.

 
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