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Rottweil Artur Heimburger ist tot: Er war ein warmherziger Chef

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Wurde 91 Jahre alt: Artur Heimburger Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil (az). Der Firmengründer und Seniorchef der Heimburger Unternehmensgruppe, Artur Heimburger, ist Anfang März im Alter von 91 Jahren verstorben. "Mit ihm verlieren wir einen fröhlichen, warmherzigen und lebensfrohen Chef", so das Unternehmen. Seine Geschäftstüchtigkeit zeichnete sich schon in jungen Jahren ab, wenn er als Schüler am Wochenende von Haus zu Haus lief, um Versicherungsprämien zu kassieren.

Als Jugendlicher wurde er zum Kriegsdienst als Flakhelfer verpflichtet. Bei Kriegsende gelang ihm dann eine aufregende Flucht zu Fuß quer durch Deutschland, von Stettin in die Heimat nach Horgen im Schwarzwald. Zweimal entwischte er dabei aus russischer Gefangenschaft – nicht aus Mut, wie er betonte, sondern aus purer Angst.

Der gelernte Landwirt übernahm 1952 im Alter von 26 Jahren den Handel mit landwirtschaftlichen Schmierölen und Fetten von seinem Vater Josef Heimburger.

Die aufstrebende Wirtschaft der Nachkriegsjahre verlangte nach Bohr- und Schneidölen. Bald rollten Waggons mit Ölen in den Rottweiler Bahnhof, wo er damit alte Wehrmachtsfässer befüllte und mit Motorrad und Anhänger an die Kunden auf die schwäbische Alb transportierte.

Die Neubauzeit in den 1960er Jahren ließ die Nachfrage nach dem neuen und bequemen Heizöl stetig ansteigen. Er erkannte den Trend früh und bald schon wurden in Rottweil Göllsdorf 2000 Tonnen Heizöl pro Woche umgeschlagen. Mit viel Engagement, Herzblut und Ideenreichtum, baute er im Laufe der folgenden Jahre sein Geschäft zu einem erfolgreichen Tankstellen- und Mineralölunternehmen aus. Dabei half ihm sein Gespür für den Markt und sein unkonventionelles Handeln, verbunden mit den schwäbischen Tugenden der Sparsamkeit und Beharrlichkeit.

Insgesamt war Artur Heimburger rund sieben Jahrzehnte in seiner Firma tätig. Sein Lebenswerk kann sich sehen lassen: Die Heimburger Unternehmensgruppe versorgt heute mit rund 100 Mitarbeitern ein Tankstellennetz von über 100 Stationen in verschiedenen Bundesländern.

Er war ein begeisterter Eschach-Fischer und liebte ausgiebige Spaziergänge durch seine Horgener Heimat. Bereits in jungen Jahren fuhr er regelmäßig mit seiner Frau und den drei Töchtern in den Urlaub nach Italien.

Trotz seiner Erfolge blieb er gegenüber Geschäftspartnern und den Mitarbeiter immer sehr bodenständig und verständnisvoll und mochte ein Aufheben um seine Person nicht leiden. Es hat ihn gefreut, als sich abzeichnete, dass einer seiner Enkel noch in diesem Jahr in die Geschäftsleitung eintreten wird, damit der "Heimburger" ein Familienunternehmen bleibt.

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 16. März, in der Ruhe-Christi-Kirche in Rottweil statt, anschließend ist Beerdigung auf dem Stadtfriedhof.

 
 
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