Seit nunmehr 40 Jahren hat Rainer Müller den Schmotzigen im "Schädle" verbracht. Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Serie: Rainer Müller am Schmotzigen seit jeher im "Schädle"

Rottweil. "Es ist traurig, dass es dieses Jahr keine normale Fasnet geben wird", bedauert Rainer Müller, Stadtbrandmeister a. D. im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch er versichert, dass er gut in Erinnerungen schwelgen könne, verbringe er den Schmotzigen­abend in normalen Zeiten bereits seit 40 Jahren immer im "Schädle".

"Damals war ich gerade mal 31 Jahre alt und Schriftführer der Feuerwehr Rottweil, als mich der damalige Stadtbrandmeister Walter Moser aufforderte, am Schmotzigen ins ›Schädle‹ zu gehen. Er würde mir einen Platz besorgen", erzählt Müller.

Damals sei er zunächst skeptisch gewesen und habe sich gefragt, was er bei all den alten Leuten solle, erinnert er sich heute lachend. Und so wurde aus dem ersten skeptischen Besuch schließlich eine Tradition. "Es war immer super gut. Und ich habe hier auch eine Menge Leute kennengelernt", erzählt Müller weiter. Das "Schädle"-Publikum sei über all die Jahre wie eine große Familie gewesen. Immer wieder seien neue Gäste hinzugekommen, andere weggeblieben.

"In 40 Jahren hat sich das Publikum natürlich schon geändert". Auch Rolf Schädle habe ihn in vergangenen Zeiten immer als "treuen Schmotzigenkameraden" bezeichnet. Und dabei hätte Rainer Müller ja auch im "eigenen" Feuerwehrhaus den Schmotzigen verbringen können. "Nein, das habe ich immer abgelehnt, da ich nicht wusste, ob mein Platz im ›Schädle‹ dann weg sein würde", gibt er schulterzuckend zu. Denn Angebote für Spital, Konvikt und Co. habe er über die Jahre immer wieder erhalten. Wahrgenommen habe er sie nie.

Dieses Jahr verbringt er den Schmotzigen erstmals daheim. "Das ist traurig, aber dieses Jahr isch ebe nix", sagt er und betont, dass er sich aber jetzt bereits auf den Schmotzigen und die Fasnet 2022 freue.

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