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Rottenburg Wincent Weiss rockt Sommer Open Air

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Wincent Weiss beim Sommer Open Air in Rottenburg. Foto: Thomas Fritsch

Rottenburg - Kaum erwarten konnten die Besucher den Auftritt von Wincent Weiss beim Sommer Open Air auf dem Eugen-Bolz-Platz in Rottenburg. Das schlechte Wetter hat niemanden abgehalten, herzukommen und die neuen Songs von Weiss’ Album "Irgendwie anders" zu hören.

Als der Sänger endlich unter begeistertem Kreischen die Bühne betritt, fängt er auch gleich passend mit dem Song "Kaum erwarten" an.

Weiss’ Lieder sind persönlich, erzählen von seinem Leben, mit seinen Freuden und Leiden. Und dabei sind sie rockig, fetzig und musikalisch kaum nachdenklich. Zum Beispiel "Weck mich nicht auf". Darin erzählt Weiss davon, wie es ist, sich in die eigene Fantasie zurückzuziehen. "Weck mich nicht auf aus diesem Traum", singt er und zeigt damit den Wunsch, nicht in die Realität zurückkehren zu wollen, in seiner eigenen Welt ist es besser, schöner. Und obwohl es ums Träumen geht, ist das Lied fetzig und wird mit eindrucksvoller Bühnentechnik begleitet: So werden Feuerbälle in die Höhe geschossen.

Handytaschenlampen sehen aus wie kleine Sterne

Etwas ruhiger und sehr persönlich wird es hingegen in "Nur einen Herzschlag entfernt". Weiss, der oft auf Reisen ist, hat dieses Lied für seine jüngere Schwester geschrieben. Er hat sie kaum aufwachsen sehen, erzählt er. Aber sie würde trotzdem an seinem Leben teilhaben, sie haben Kontakt. "Es gibt immer eine Person, die dabei ist", sagt er. In seinem Fall ist es die Schwester, die, obwohl nicht anwesend, doch immer mitreist. Vor diesem Lied bittet er das Publikum, die Handytaschenlampen anzuschalten, um einen Effekt wie früher mit Feuerzeugen zu erreichen. Im rot gefärbten Hintergrund auf der Bühne sind die Lichter durch die Kamera zu sehen, wie kleine Sterne.

Doch nicht nur eigene Songs gibt Weiss mit seiner Band zum Besten. Am Anfang ihrer Karriere, als sie noch keine eigenen Songs hatten, "haben wir uns bei Kollegen bedient", erzählt er. Daraus ist ein Medley entstanden. Und da die darin vorkommenden Lieder so bekannt sind, soll das Publikum auch mitsingen, fordert Weiss auf. Songs von Silbermond sind dabei, Mark Forsters "Wir sind Groß" und "80 Millionen" von Max Giesinger – alle in einer eigenen Interpretation.

Bei diesem Medley bleibt es nicht: Inzwischen gibt es eines mit neueren Songs. "Sarah Connor hat einen Song geschrieben, der meinen Namen trägt, nur ein bisschen falsch geschrieben", spielt Weiss auf Connors Song "Vincent" an. Der wird gleich als erstes verarbeitet, allerdings dabei in die Ich-Form übertragen. Mit Connor hat Weiss auch schon selbst zusammengearbeitet. Mit ihr hat er das Stück "Jemanden vermissen" geschrieben, das die Besucher beim Konzert auch zu hören bekommen. Entstanden ist es laut Weiss aus einem One-Night-Stand und der Erfahrung, dass dieses Erlebnis, zu schnell geht, während man doch auf der Suche nach etwas Festem ist, man möchte "jemanden vermissen", und besser kennen, als nur eine Nacht lang.

Zur Zugabe hat er drei weitere Lieder im Gepäck

Die Begeisterung des Publikums beim Konzert ist spürbar. Kreischen und Jubeln ist bei jedem der bekannten Songs wie "Frische Luft" zu hören, das Publikum singt mit, aufgefordert oder nicht. "Musik sein", eines der bekanntesten Songs des Sängers, kann das Publikum allein singen – ironischerweise a capella, obwohl es im Lied heißt: "Da müsste Musik sein." Das setzt schließlich Weiss um, der den Song mit Band vorträgt.

Als das Konzert schließlich scheinbar vorbei ist und der Sänger die Bühne verlässt, wird sofort eine Zugabe gefordert. Weiss kommt zurück. Er hat noch drei Lieder, die er dem Publikum präsentieren möchte. Und für die ersten beiden hat er auch eine Botschaft: "Nehmt euch die Zeit für die Leute, die euch wichtig sind." Denn es kann sehr schnell vorbei sein, zum Beispiel mit Eltern oder Großeltern. Bei ihm war es eine Beziehung, die zerbrochen ist, weil er sich keine Zeit genommen hat, so Weiss.

Beim Abschluss des Konzerts wird noch einmal die gesamte Bühnentechnik aufgefahren. Zu Weiss’ Radiohit "Feuerwerk" wird passend mit Feuertechnik und auch einem richtigen Goldregenfeuerwerk gearbeitet.

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