Kommunales: Stadt Rottenburg äußert sich zu Unterschriftenaktion des Aktionsbündnisses Kiebingen

Rottenburg. Nachdem das Aktionsbündnis Rottenburg/Kiebingen die gesammelten Unterschriften für das Bürgerbegehren gegen ein geplantes Gewerbegebiet in der Rottenburger Kernstadt übergeben hat, werden diese von der Stadt geprüft.

Der Gemeinderat Rottenburg entscheidet dann in seiner Sitzung am 10. Juli, ob das Bürgerbegehren zulässig ist. Der Termin für den Bürgerentscheid wäre dann am Sonntag, 21. Oktober.

Die Stadtverwaltung werde die Zeit bis zum Bürgerentscheid nutzen und darüber informieren, wieso der Gemeinderat nach langen Beratungen und Arbeitsgruppensitzungen zu seiner Entscheidung kam, ein Gewerbegebiet in der Kernstadt auszuweisen.

In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es: "Es war keine einfache Entscheidung, da es etliche Argumente gegeneinander abzuwägen galt. Es erscheint aber klar, dass Rottenburg im Vergleich mit anderen großen Kreisstädten in Baden-Württemberg ein weit unterdurchschnittliches Arbeitsplatzangebot bietet. Wächst die Einwohnerzahl weiter, brauchen wir auch neue Betriebe im Handwerk und der Dienstleistung, die den Bedürfnissen der Einwohner Angebote machen. Wir brauchen mittelständische Betriebe, die attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze anbieten. Wir brauchen Raum und Platz für mutige Menschen, die bereit sind in der Selbstständigkeit einen Betrieb zu gründen und mit ihrer Schaffenskraft einen wichtigen Beitrag zur Stadtgemeinschaft leisten."

Infomaterial soll folgen

Diese und noch mehr Themen werde die Stadtverwaltung mit Informationsmaterial, Infoständen und Veranstaltungen aufarbeiten, damit die Bürger eine gute Entscheidungsgrundlage für den Bürgerentscheid erhalten.

Es gehe laut Stadt in dieser Frage nicht um gewinnen oder verlieren, sondern darum, wie sich Rottenburg und die Ortschaften in der Zukunft bestmöglich entwickeln können und wie Rottenburg für die nächsten Generationen attraktiv bleiben.

Oberbürgermeister und Dezernenten freuen sich auf einen regen Austausch, gute Diskussionen mit vielen interessierten Bürger und auf eine hohe Beteiligung am Bürgerentscheid.

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