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Rottenburg Von der Fasnet "unheilbar infiziert"

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Mitglieder der Narrenzunft Rottenburg wurden für 60 Jahre Zugehörigkeit geehrt. Fotos: Scharnowski Foto: Schwarzwälder Bote

Bei der Hauptversammlung der Narrenzunft wurden hochkarätige Ehrungen ausgesprochen und Rolf Eissler zum Ehrenzeremonienmeister ernannt.

Rottenburg. Zunftmeister Dieter Karrer eröffnete die Hauptversammlung und begrüßte die Anwesenden bevor Uli Stehle, Ratsaktuar, einen Rückblick auf das vergangene Jahr gab. Erstmals kam eine Datenschutzbeauftragte zum Team. Viele Termine mussten eingehalten werden, Arbeitssitzungen, Narrenrat, Stifterversammlung, Aktionen für Senioren und Kids, Jugenddisco, Kinder-Nikolaus und Altpapiersammlungen. Neben der offiziellen Fasnet wurde auch "600 Jahre Gräfin Mechthild" eingeläutet.

Säckelmeisterin Claudia Matzke legte einen zufriedenstellenden Kassenbericht vor. Bürgermeister Hendrik Bednarz erklärte in der Sitzung, dass es ihm vor allem der Rosenmontah als Super-Event angetan hatte. "Die Stadt ist stolz auf die NZ, die mit vielfältigen Arbeiten immens die Kultur pflegt." Das zeige sich auch darin, dass in Deutschland die ersten 27 Traditions- und Wissensformen in das neue bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden und damit die Unesco-Konvention zum Schutz des Immateriellen Kulturerbes festgelegt wurde. Logisch sei auch Rottenburg dabei.   

40 Jahre Einsatz

Ehrungen sind immer eine Höhepunkt. Für viele Anwesenden war es kaum vorstellbar, dass der Zeremonienmeister Rolf Eissler seinen Abschied erklärte. Nach 40 Jahren intensiver Arbeit wurde er zum Ehrenzeremonienmeister ernannt. Neben der Urkunde erhielt er eine Überraschungskiste. Mit Humor nahm er das Präsent an. Dieter Karrer bedankte sich für seinen unermüdlichen Einsatz. Eissler wird auch weiterhin mit Rat und Tat, Wissen und Erfahrung der NZ zur Verfügung stehen, aber 24 Jahre als Pompele und 16 Jahre Zeremonienmeister reichen ihm, zwischenzeitlich hatte er eine Doppelfunktion.

Eissler gab eine kurze humorvolle Stellungnahme: vor 40 Jahren war eine "gscheide" Fasnet außer in Rottenburg eher eine Seltenheit. Nachdem er das erste Mal "s’goht dagega" und "Fasnet en Raudeburg – des isch di scheegs uf d’r Welt" gehört und miterlebt habe, sei er unheilbar infiziert worden. Er bemühte sich um eine Mitgliedschaft, was schnell und unkompliziert verlief. Arthur Knobelspiess mit einem Zwischenruf: "Obwohl er ein Reischmeckter war und auch noch evangelisch" (viele Lacher). Es gab viele Höhepunkte, Überraschungen, Enttäuschungen und auch Probleme, "diese sind dazu da, dass man sie löst", so Eissler. Er war immer mit Leib und Seele ein Narrenzünftler, wobei seine Familie ihm nicht nur den Rücken gestärkt hat, sondern die Narretei meist nicht nur kommentarlos akzeptiert und auch mitgemacht hat. Für viele ist und bleibt er unvergesslich als "Wirbelsäule" der NZ was ihm mit viel stehendem Applaus gedankt wurde.

Die NZ ist ein ehrwürdiger und alter Verein, kein Wunder, dass es insgesamt 85 Ehrungen gab. Somit wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft ein Abzeichen in Bronze verliehen: Carina Schick, Natascha und Sigmund Huber, Alexander und Grit Kögler, Simon Leber und Roland Weber.

Abzeichen in Silber für 20 Jahre: Volker Biesinger, Annika Diehl, Petra Herrmann-Epple, Volker Kiesel, Martin Tobias, Frank Reinhard und Christina Wyrwich.

Für 30 Jahre Gold: Tino Biesinger, Margarete Bopp, Frank Dettinger, Stefan Haug, Kathrin Holocher, Rolf-Peter Locher, Michaela Rüfler, Gabriele und Rolf Schick und Monika Zuckriegel.

40 Jahre: Jörg Beck, Alfred Biesinger, Rolf Eissler, Jutta Frick, Jutta Fuchs, Alois und Evelyn Kolberg, Carmen und Gerhard Laauser, Michael Schneider, Evi Stehle, sowie Ingrid und Michael Vollmer.

50 Jahre: Heinz Pfitzer und Christa Stumm.

Bei 60 Jahren Mitgliedschaft wollte keines der Mitglieder veröffentlicht werden.

Mit 70 Jahren Mitgliedschaft war Robert Hoffmeister anwesend, der zweite zu Ehrende war verhindert.   

Die Hauptversammlung verlief locker ohne Komplikationen, der Tenor der Anwesenden: bei der NZ fühlt man sich wohl, es gibt kaum einen Verein, bei dem es so glatt läuft. Auch war zu hören: "Den Rolf werden wir sehr vermissen, er gehört zu uns wie unser Häs und die Gruppen, wir wünschen alles Gute für seine Zukunft und viel Gesundheit, vor allem während der Fasnetszeit."

Nach den geheimen Wahlen, es waren 153 abstimmungsberechtigte Mitglieder anwesend, wurden Dieter Karrer, Uli Stehle, Claudia Matzke, Petra Banko, Maria Vogt, Simune Kuy, Dierk Albus, Stephanie Friedrichson und Jens Walch gewählt.

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Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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