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Rottenburg Vernissage zum Thema Kinderrechte

Von
Mokka-Schulsozialarbeiter Emma Kläger, Robin Lambert, Lennart Reinfandt, Valentina Gerasimov, Johanna Amokiasamy. Das Bild zeigt das Recht auf saubere Umwelt. Foto: Jansen Foto: Schwarzwälder Bote

"Kinder haben Rechte". Diese Botschaft verkündet ein Bild schon auf der Treppe, die in die Kinderabteilung der Stadtbibliothek Rottenburg führt. Und das aus aktuellem Anlass: Die Kinderrechtserklärung feiert ihren 30. Geburtstag und auch in Rottenburg möchte man dies würdigen.

R ottenburg . Alle Rottenburger Dritt- und Viertklässler, das sind 300 Schüler aus insgesamt 14 Klassen, haben seit Schuljahresbeginn an einem Malwettbewerb teilgenommen. Die 20 besten Gemälde werden jetzt in der Stadtbibliothek ausgestellt. Und diese Ausstellung bekommt einen besonderen Auftakt: Eine richtige Vernissage, mit Gästen, Buffet und Ansprache. Organisatoren des Wettbewerbs sind sechs Schulsozialarbeiter der Mobilen Kinder-Kultur Aktion, kurz Mokka. "Es gab überall in Deutschland so viele tolle Aktionen, da haben wir gedacht, das können wir uns nicht entgehen lassen", erklärte Valentina Gerasimov von Mokka bei der Vernissage.

Doch die eigentliche Einführung ins Thema halten diejenigen, um die es bei der Veranstaltung geht: die Kinder. Sie stellen mit bunten Bildern ihre zehn wichtigsten Rechte vor – und weisen darauf hin, dass diese leider noch nicht überall eingehalten werden. "Es muss sich noch viel in der Welt ändern", sagten die elfjährige Destina und die neunjährige Hilal, die selbst bei dem Wettbewerb mitgemalt haben. Immer noch müssen Kinder in Teilen der Welt unter Hunger leiden, arbeiten oder werden als Soldaten eingesetzt.

Bilder zeigen unterschiedliche Motive

Die Bilder auf der Vernissage sind vielseitig. Mit Wachsmalstiften, Buntstiften oder Wasserfarben gemalt oder sogar als Sprühtechnik sind die Farben genauso unterschiedlich wie die Motive. Darunter sind fröhliche Bilder, die lachende Figuren zeigen, zum Beispiel, wenn einem Kind im Rollstuhl geholfen wird. Aber auch das Recht auf Schutz vor Krieg und Verfolgung wird dargestellt: Zum Beispiel in einer Collage. Hier sieht man keine fröhlichen Gesichter, sondern Soldaten, Waffen und einen Militärhelikopter. Auf dem Bild die Aufschrift: "Ich bin ein Kind, ich habe Angst vor Bomben und Krieg. Ich habe das Recht auf eine friedliche Welt."

Ein weiteres wichtiges Thema ist, dass Kinder mitreden möchten. Und das wird in die Praxis umgesetzt: In den nächsten Wochen möchten die Schulsozialarbeiter mit den Grundschülern Briefe an Gemeinderäte und Bürgermeister schreiben – und sie auf die Rechte von Kindern hinweisen und ihnen erklären, wie sie die Rechte umsetzen sollten.

Alle Kinder, die bei dem Wettbewerb teilgenommen haben, hätten das mit großer Begeisterung getan. "Man hat bemerkt, wie das Thema die Kinder beschäftigt", erinnerte sich Schulsozialarbeiterin Johanna Amokiasamy an das Projekt.

Die Bilder können noch bis zum 6. Dezember angeschaut werden, vielleicht auch länger, stellt man in der Stadtbibliothek in Aussicht.

Doch nicht nur in der Stadtbibliothek können die Bilder bewundert werden. Sie werden als Postkarten und Kalender verkauft. Und noch etwas hat sich das verantwortliche Team einfallen lassen: In Rottenburg wurde eine Stadtrallye eingerichtet. Zehn Plakate hängen in der Kernstadt und können dort gesucht werden. Beginn ist übrigens bei der Ausstellung: Vor der Bibliothek.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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