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Rottenburg Stühle aus alten Zeiten erhalten neuen Glanz

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Charlotte Sailer sitzt auf einem ihrer Kunstwerke. Foto: Jethon Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Anne Jethon Rottenburg-Wendelsheim. Ein Stuhl aus dem 18. Jahrhundert. Kleine Löcher zeichnen sich in der Holzmaserung ab – Holzwürmer sind am Werk. Charlotte Sailer aus Wendelsheim weiß mit nur einem Blick auf das Exemplar: "Da muss etwas gemacht werden!" Mit dem "Aufpäppeln" hat sie bei Stühlen viel Erfahrung. Schon acht Stühle hat sie "recycelt" und somit aus Sperrmüll Kunst gemacht.

Mit Zebramusternaufgewertet

Schon ihre Wohnung zeigt, wie gerne sich Charlotte Sailer mit Inneneinrichtung und Gestaltung beschäftigt. Eine große Lampe schmückt das Wohnzimmer. Der Esstisch – eine Platte aus scheinbar zerbrochenem Glas passt perfekt zum Rest der Einrichtung. Wenn man etwas genauer hinsieht, entdeckt man einige Kunstwerke, die Charlotte Sailer seit Jahren erschafft.

Ein Porträt zweier Frauen hängt an der Wand im Esszimmer. Was nicht zu übersehen ist, sind aber die Stühle, die überall in der Wohnung verteilt stehen. Alte Exemplare, die aufpoliert wurden – mit Strasssteinen und Zebramustern.

"Ich liebe es, die Stühle neu zu verwerten. Das entspannt enorm und ich verbringe meine meiste Freizeit damit", erklärt Charlotte Sailer stolz. Durch Zufall ist sie auf die Idee gekommen, alte, fast unbenutzbare Stühle zu Kunst zu machen. Sie erinnert sich, dass sie die alten Stühle ihrer Eltern nicht wegwerfen wollte, lange Zeit aber nicht wusste, was sie damit anfangen sollte: "Die Stühle waren eigentlich sehr hässlich. Auf einmal ist mir die Idee gekommen, etwas daraus zu machen. Man kann sagen, dass das eine ziemliche Blitzaktion war."

Begeistert von ihrer Idee fängt die 55-Jährige an, die Stühle abzuschleifen und vom Holzwurm zu befreien. Die eigentliche Arbeit beginnt, als sie die Stühle auf ihre eigene Art verschönert. Mal bezieht sie den Stuhl mit Stoff, der aussieht wie ein Zebrafell, beklebt die Leisten mit Mosaik-Spiegeln oder Strasssteinchen. Malt sie bunt an, zeichnet Muster auf das Holz, klebt Rosenmotive auf die Sitzfläche.

"Jedes Mal sehen die Stühle anders aus. Das ist ganz unterschiedlich. Es kommt auch auf die Wünsche der Kunden an und auf meinen Gemütszustand", erklärt Charlotte Sailer. Dass sie die Exemplare nicht für "umsonst" hergibt, ist klar: "Allein die ganzen Materialien, die ich für die Gestaltung der Stühle brauche, kosten schon einiges. Außerdem stecke ich viel Zeit in meine Kunstwerke." So braucht die Wendelsheimerin für einen Stuhl mindestens eine Woche Zeit. Ausgestellt wurden zwei ihrer Stühle bereits – einmal in einem Modegeschäft in Rottenburg und einmal in einem Blumenladen in Wurmlingen.

Die 55-Jährige interessiert sich schon seit Jahren für Kunst und Gestalten. Angefangen hat sie mit Gemälden auf Leinwänden. "Das war 2008. Nach dem Tod meiner Mutter kam mir eines Abends plötzlich die Idee, etwas zeichnen zu können. Da habe ich gemerkt, dass mir das Ganze großen Spaß macht. Es entspannt und manchmal kann ich sogar meine Gefühle in die Kunstwerke mit einbringen", sagt Charlotte Sailer.

Viele Werke beiAusstellungen gezeigt

Vorher habe sie nichts von ihrer künstlerischen Ader gewusst. Lange Zeit habe sie ihre Mutter gepflegt. Nachdem ihre Mutter verstorben war, sei sie in ein Loch gefallen. Eines Abends kam dann der Ausbruch – und Charlotte Sailer bemerkte, dass ihr die Kunst große Freude bereitet.

In den sechs Jahren hat sie schon einiges erreicht – viele ihrer Kunstwerke hat sie bei Ausstellungen präsentiert und verkauft. "Die Bilder kamen gut an und das ist doch schön, wenn man sein Hobby so erweitern kann", schmunzelt die Kunstbegeisterte.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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