Eingeschossiges Gebäude zwischen Schule, Kinderhaus und Sportplatz geplant / Kosten: 1,36 Millionen Euro

Von Angela Baum

Rottenburg. Der Gemeinderat gab in seiner Sitzung mehrheitlich grünes Licht für den Neubau der Kinderkrippe auf dem Hohenberg.Architekt Thomas Duttlinger stellte die Planungen vor und erklärte, dass der Neubau der Kinderkrippe im Oktober 2013 eingeweiht werden soll. Eingepasst ist die neue Kinderkrippe zwischen dem Südflügel der Hohenbergschule, dem Sportplatz und dem Kinderhaus Hohenberg. Es entsteht ein eingeschossiges Gebäude. Im Architektenwettbewerb waren Entwürfe für eingeschossige und zweigeschossige Bauten eingereicht worden. Die Erschließung erfolgt über den Windfangbereich des Kinderhauses, er mündet in einen Erschließungsflur, der sich vor den Gruppenräumen aufweitet.

Neben den Gruppenräumen gibt es jeweils einen Schlafraum, der Gruppenraum ist bis zur Decke verglast und mit Oberlichtern versehen. Ein Mehrzweckraum bietet eine Kochnische und einen Ausgang zum Außenbereich mit Schmutzschleuse.

Ein bedarfsorientierter Ausbau der Kinderkrippen ist der richtige Weg"

Hier sollen sich die Kinder umziehen und die Schuhe wechseln, wenn sie von draußen hereinkommen. Der Rest, so Duttlinger, ist Barfußbereich. Zudem gibt es Wickelplätze, Toiletten, ein Behinderten-WC; zudem ist die komplette Anlage behindertengerecht. Technisch machbar, erklärte Duttlinger auf Nachfrage, seien eine Dachbegrünung oder eine Photovoltaikanlage. Die Kosten für den Neubau der Kinderkrippe belaufen sich auf 1,36 Millionen Euro. Die Erschließung während der Bauarbeiten wird über die Jahn­straße erfolgen, das Parken fällt hier während der Bauzeit weg. Begonnen werden soll mit dem Bau im Februar kommenden Jahres, der Spatenstich ist bereits am 9. Januar. Mehrheitlich begrüßten die Fraktionen den Start zum Bau der Kinderkrippe. Kritik kam von der BfH/Linke, die eine weitere Kinderkrippe und einen Kindergarten in Kreuzerfeld-Süd forderte. Es sei ein "Fehler, dass es bis heute keine Gesamtplanung der Stadt für den Kita-Ausbau in Rottenburg, sondern nur Flickschusterei gibt", kritisierte BfH-Stadtrat Emanuel Peter. Margarethe Nohr (SPD) hingegen meinte, der Hohenberg sei der richtige Platz, da es bereits im Dätz- weg und bald auch in der Klause eine Kinderkrippe gebe. So hätten Eltern nun die Möglichkeit, ihre Kinder ortsnah unterzubringen. Oberbürgermeister Stephan Neher betonte, dass nun das Gesamtkonzept der Stadt zum Kita-Ausbau fortgeschrieben werde. Es gebe keine Flickschusterei, im Gegenteil: "Ein bedarfsorientierter Ausbau der Kinderkrippen ist der richtige Weg."