Am Bauzaun des abgerissenen KSK-Hauses hängen bunte Bilder, die Kinder bei einer Malaktion mit "Mokka" gemalt haben. Die knallbunten Kinderbilder kommen bei den Passanten gut an und werden immer wieder bewundert.Foto: Baum Foto: Schwarzwälder Bote

Vorschau: Trotz der Corona-Pandemie hat die WTG viele Veranstaltungen in diesem Jahr geplant

Rottenburg. Christina Gsell als Betriebsleiterin der Wirtschaftsförderungs- und Tourismusgesellschaft Rottenburg am Neckar ist, was die Dauer der Corona-Pandemie betrifft, eher optimistisch als pessimistisch. "Stadtoptimismus ist Stadtmarketingpflicht", betonte sie in der jüngsten Sitzung des WTG-Betriebsausschusses.

Es ist allerhand für diesen Sommer, Herbst und Winter geplant: "Wir müssen aber abwarten, ob und inwieweit Veranstaltungen auch kleinerer Art im Sommer durchgeführt werden können", erklärte Gsell.

So wird in den kommenden Tagen und Wochen ein wenig der Frühling in der Stadt zelebriert. Große Metallschmetterlinge schwärmen in und für Rottenburg – geplant ist etwa, dass die filigranen Falter über den Straßenzügen angebracht werden, quasi als Überspannung der Straße. Christina Gsell hat derzeit viele Ideen für die Rottenburger Innenstadt – die Schmetterlingsaktion ist hier nur eine von Vielen. Die bunten Schmetterlinge sollen auch und gerade im Bereich der Kreisverkehre angebracht werden, zwischen Laternen hängen oder Blumenkübel zieren. "Man soll im Städtle einfach merken, dass der Frühling gekommen ist", so Gsell. Die Schmetterlinge die zwischen 40 und 80 Zentimetern groß sind, fertigte übrigens ein regionaler Metallbauer.

Am Bauzaun des ehemaligen KSK-Gebäudes, welches zwischenzeitlich komplett abgerissen ist, hängen gemalte Plakate mit Frühlingsvorboten. Koordiniert hatte die Malaktion der Verein "Mobile Kinder- und Kulturarbeit", kurz "Mokka". Kinder haben für den Bauzaun wunderschöne, knallbunte Plakate gemalt. Die Schaufenster der Geschäfte erhalten Aufkleber mit Schmetterlingen. In die Schmetterlingsaktion sollen Gastronomie und Einzelhandel eingebunden werden.

Außerdem soll der Schmetterlingsgarten beim Preußischen mit neuen Samen bestückt werden, so dass spätestens im Sommer eine Schmetterlingswiese blühen wird. Kooperiert wird bei der Schmetterlingsaktion mit dem Förderverein Bad Niedernau.

Gelungen war die Osteraktion von WTG und HGV. Im Coronajahr 2020 wurde die Osteraktion seitens der Stadt und der WTG abgesagt. 2021 sei sie dafür umso besser gelungen, da es im März erste Öffnungsschritte gegeben hatte, die aber mittlerweile aufgrund der dritten Coronawelle wieder zurückgenommen wurden. So gab es über Ostern bunte Holzeier zu sehen, die die Arbeitstherapie der Justizvollzugsanstalt Rottenburg bemalt hatte. Sie wurden in die Blumenkübel gelegt und waren so Farbtupfer. Man hoffe aber auch hier auf das kommende Jahr 2022. Denn dann ist eine "Ostereier-Suchaktion" geplant, verrät Gsell etwas geheimnisvoll. Man darf also im nächsten Frühjahr einige Überraschungen erwarten, sollte es die Corona-Pandemie erlauben. Beim Punkt Stadtmarketing und Veranstaltungen streifte Gsell auch das für den Sommer geplante "Grill and Chill" des HGV Rottenburg und der WTG. Die Grobplanung stehe bereits. Eine Detailplanung erfolgt, sobald es die Corona-Lage zulässt.

Die Stadtkapelle Rottenburg feiert dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Aktion der Wirtschafts- und Tourismusgesellschaft Rottenburg wird das Jubiläum am 23. Juli gefeiert. An diesem verkaufsoffenen Sonntag soll die Stadtkapelle im Mittelpunkt stehen.

Am 3. Oktober dann soll der Goldene Oktober dazu einladen, dass sich die Kauflustigen mit dem Thema Apfel, Streuobst und Natur beschäftigen. Beim Regionalmarkt können Interessierte schließlich naturnahe und regionale Produkte anschauen und auch kaufen. Mit der WTG wird hier der Rottenburger Verein "Hiesig" kooperieren, um die Aktion zu stemmen.

Ob es Ende Oktober eine "Keim-Gala" mit Gauklerfest geben soll, ist derzeit aufgrund der Corona-Pandemie noch ungewiss. Zumindest ist geplant, dass das Boardwalk-Theater mit Abendshows das geneigte Publikum erfreuen soll. Wenn es das Corona-Geschehen erlaubt, ist für Anfang Dezember ein Nikolausmarkt geplant. Die digitalen Anmeldeunterlagen hierfür wurden bereits Ende März an die beteiligten Vereine und Organisationen versandt. Eine Waldweihnacht wie beispielsweise 2019 wird es aber aus Kostengründen in diesem Umfang nicht geben, so Gsell.

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