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Rottenburg Spielfeld mit Kork erregt Aufmerksamkeit in Stuttgart

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Rottenburg-Weiler. Umweltminister Franz Untersteller bevorzugt in seiner Freizeit als Tischtennisspieler die kleinen Bälle. Als sportbegeisterter Mensch hat er sich aber natürlich auf dem feinen Untergrund die Gelegenheit nicht entgehen lassen, auch mit den großen Bällen zu spielen – und Untersteller war vom neuen ökologischen Kunstrasensportplatz des SV Weiler sofort angetan, berichtet das Ministerium. "Der Platz macht einen hervorragenden Eindruck und fühlt sich sehr geschmeidig an", sagte Untersteller bei seinem Besuch am gestrigen Montag im Rottenburger Stadtteil im Rahmen seiner Sommertour.

Das Weiler Kleinspielfeld (53 auf 46 Meter) als Ergänzung zum großen Rasenplatz war bei der Einweihung Anfang September 2019 einer der ersten Kunstrasensportplätze Baden-Württembergs, der mit Kork statt mit dem bis dahin gebräuchlichen Kunststoffgranulat befüllt worden waren. "Kork ist ein natürlicher und besonders nachhaltiger Rohstoff und lässt sich daher zu 100 Prozent biologisch abbauen", erläuterte Untersteller, "Kork statt Kunststoff leistet so einen wichtigen Beitrag, um den Austrag vor Mikrokunststoffen in die Umwelt zu verringern."

Die Auswirkungen von Mikrokunststoffen auf Mensch und Umwelt, auch wegen teilweise enthaltener Schadstoffen wie beispielsweise PAK und Schwermetalle, werden von der Wissenschaft als äußerst problematisch angesehen, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Ministeriums. Deshalb fördert das Land seit dem vergangenen Jahr auch keine Kunstrasensportplätze mit Kunststoffgranulat mehr. Es gibt allerdings ausgezeichnete Alternativen auf dem Markt.

Die Vereine favorisieren nun beim Neubau von Plätzen Füllstoffe wie Kork oder Olivensteine sowie innovative Fasern, die ganz ohne Füllstoffe auskommen.

Der SV Weiler hatte schon mehr als zehn Jahre einen Kunstrasenplatz mit Kunststoffgranulat geplant. Aber als der Klub dann 2019 endlich das Geld für den Neubau aufbringen konnte, musste er praktisch über Nacht seine schönen Pläne wieder verwerfen und einen Ersatz für das Kunststoffgranulat finden. "Die Verantwortlichen des SV Weiler haben aus der Not eine Tugend gemacht und in kürzester Zeit und in Eigenregie eine Lösung gefunden, die mir imponiert und der Umwelt hilft", lobte Umweltminister Franz Untersteller.

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