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Rottenburg Sind Wünsche der Stadt utopisch?

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Das Galgenfeld zwischen Rottenburg und Kiebingen: Mit einem Banner wirbt das Aktionsbündnis für ein Ja zum Erhalt der landwirtschaftlichen Fläche beim Bürgerentscheid am 21. Oktober. Foto: Begemann Foto: Schwarzwälder Bote

Mehr Arbeitsplätze und ein großes Plus an Steuereinnahmen wünscht sich die Stadt Rottenburg durch ein neues kernstadtnahes Gewerbegebiet auf dem Galgenfeld. Doch das Aktionsbündnis Rottenburg-Kiebingen sagt, dass die Rechnung nicht aufgehe.

Rottenburg. Mehr Arbeitsplätze und höhere Gewerbesteuereinnahmen sind der Gedanke der Rottenburger Stadtverwaltung hinter einem kernstadtnahen Gewerbegebiet auf dem Galgenfeld zwischen Rottenburg und Kiebingen. Erst vor rund vier Wochen hatte Bürgermeister Hendrik Bednarz gegenüber unserer Zeitung gesagt, dass Rottenburg eine einkommensschwache Stadt und in Sachen Gewerbegebiete und Arbeitsplätze schwach aufgestellt sei.

Doch dass ein Gewerbegebiet auf dem Galgenfeld die erhofften Effekte erzielt, bezweifeln Meinrad Kreuzberger, Michael Lücke und Angela Bentfeld vom Aktionsbündnis Rottenburger-Kiebingen stark. Lücke sagt: "Die Wunschvorstellungen der Stadt werden nicht erfüllt werden." Die Gewerbegebietsgegner sind sich sicher, dass auf die 26-Hektar-Fläche hauptsächlich große Hallen errichtet werden würden, durch die weder ein deutlicher Zuwachs an Arbeitsplätzen noch an Gewerbesteuereinnahmen entstehe. Klar sei, dass man ein Gewerbegebiet immer irgendwie voll bekomme, doch ob darin Qualität entstehe, sei eine andere Frage. Lücke sagt: "Das Verhältnis zwischen Flächenverbrauch und dem Gewinn stimmt nicht." Was Angela Bentfeld nicht nachvollziehen kann ist, dass die Stadt dringend auf Geld angewiesen sei. Sie sagt: "Es ist nicht so, dass Rottenburg arm ist. Die Stadt steht gut da und hat sich beispielsweise eine neue Bibliothek geleistet." Die Vertreter des Aktionsbündnisses sind sich einig, dass es effektiver wäre, die innerstädtischen Einnahmen zu erhöhen, indem beispielsweise etwas gegen Leerstände am Marktplatz unternommen werde.

Zweifelhafte Rentabilität

Von der zweifelhaften Rentabilität abgesehen, habe das Galgenfeld als Gewerbegebiet noch ein weiteres großes Manko. Kreuzberger sagt: "Wir sind hier mitten in der Landschaft." Das Gebiet habe keine direkte Anbindung an die Stadt. Soll das Gewerbegebiet entstehen, müsste dafür sogar der Regionalplan geändert werden. Denn dieser besagt, dass keine neuen Siedlungen entstehen dürfe. Das wäre aber auf dem freien Feld ohne Anbindung an die Stadt der Fall. Sobald die Stadt einen Antrag auf Änderung des Regionalplans stellt, müsse der Regionalverband eine Entscheidung treffen.

Nun bleiben den Aktionsbündnis und der Stadt noch zweieinhalb Wochen Zeit, die Rottenburger Bevölkerung auf ihre jeweilige Seite zu ziehen. Am Sonntag, 21. Oktober, können die Rottenburger in einem Bürgerentscheid über das Gewerbegebiet abstimmen. Eine weitere Möglichkeit, Argumente zu hören, bietet sich den Bürgern am heutigen Dienstag bei einer Podiumsdiskussion um 19 Uhr in der Rottenburger Festhalle. Das Aktionsbündnis kritisiert, dass die Redezeit jeweils nur auf eine Minute begrenzt sei. Sie sagen: "Wir wollen die Menschen informieren, nicht provozieren. Was die andere Seite macht, warten wir ab."

 
 

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