Der Schadenweiler Hof in Rottenburg: Hier sollen weitere Gebäude und ein Campus mit Mensa entstehen.Foto: Martin Bernklau Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Mehrheit segnet die ersten Entwürfe für die Erweiterung der Forsthochschule ab

Die Verbundenheit der Stadt mit ihrer Forsthochschule betonten beide Seiten. Der Rottenburger Gemeinderat beriet am Dienstagabend über die Pläne zur Erweiterung des Schadenweilerhofs.

Rottenburg. Für den Bauherren, das Tübinger Landes-Amt für Vermögen und Bau, war der Leiter Andreas Hölting der Online-Sitzung zugeschaltet. Als Rektor vertrat Bastian Kaiser die Forsthochschule. Projektleiterin Annett Janeczko stellte die Entwürfe zur Erweiterung vor. Im denkmalgeschützten Schadenweiler Hof am Rammert-Rand erwartet man, dass sich die Zahl der Studenten von gegenwärtig rund 300 in den nächsten Jahren auf mindestens 500 steigert.

Mit Bau soll im Jahr 2023 begonnen werden

Dafür, so die Architektin, sollen südöstlich des hufeisenförmigen Altbaus "in zeilenartiger Bebauung mit neuem Energiekonzept" weitere Gebäude und ein Campus entstehen, an dem auch die künftige Mensa liegt. Mit deren Bau soll im Jahr 2023 begonnen werden. Parkplätze für 200 Fahrzeuge sollen sich vor allem nach Süden an den künftigen Campus anschließen.

Diese offenen Parkplätze stießen aber auf Kritik der Gemeinderäte. Als erstes forderte Stadtrat Hermann Sambeth aus der CDU-Fraktion ein platzsparendes Parkhaus. Das sei, entgegnete Amtschef Andreas Hölting, mit mindestens 3 Millionen Euro "die teuerste Lösung, so teuer wie die Mensa" und "zunächst nicht nötig". Andere Räte schlugen eine Tiefgarage vor. Für Norbert Ziegeler von den Bündnisgrünen wäre die Überdachung mit einer Fotovoltaik-Anlage eine nachhaltige Mindestlösung.

"Wir sichern Ihnen Nachhaltigkeit zu", versprachen Rektor und Bauherr dem Gremium einmütig. Bei vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen segnete die Gemeinderatsmehrheit die ersten Entwürfe für die Erweiterung der Forsthochschule ab.

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