Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Rottenburg "Seenotrettung ist kein Verbrechen"

Von
Die Vertreter des Bündnisses "Städte Sicherer Häfen" haben sich in Rottenburg getroffen und Erwartungen an die Bundesregierung ausformuliert. Foto: Schnaidt

Rottenburg - 26 Städte verschiedener Bundesländer waren der Einladung nach Rottenburg gefolgt und haben sich als Bündnismitglieder "Städte Sicherer Häfen" getroffen.

Austausch und gegenseitige Unterstützung waren wichtige Ziele für das erste Arbeitstreffen des Bündnisses, das sich im Frühjahr in Potsdam gegründet hatte. Ergebnis der Tagung ist ein Vier-Punkte-Papier, mit dem das Bündnis Erwartungen an die Bundesregierung formuliert. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte den Städten Sicherer Hafen ein Gespräch angeboten, das nun von Vertretern des Bündnisses wahrgenommen wird.

Auf diese vier Positionen hat sich das Bündnis Städte Sicherer Hafen geeinigt:

1. Die Bündnisstädte verstehen sich als humanitäre Wertegemeinschaft mit hoher Kompetenz für die Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen und bekräftigen ihr Angebot der zusätzlichen Aufnahme aus humanitären Notlagen im Mittelmeerraum.

2. Die Bündnisstädte fordern die Bundesregierung über die jetzt gefundene ad-hoc-Lösung auf, sich für eine langfristige Lösung zur Sicherung der Aufnahme aus Seenot geretteter Menschen auf europäischer Ebene einzusetzen und dazu jetzt einen eigenen Beitrag zu leisten. Seenotrettung ist kein Verbrechen und braucht sichere Häfen.

3. Die Bündnisstädte fordern die Bundesregierung auf, Transparenz im Verteilungsverfahren zu schaffen und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr Angebot umzusetzen. Die kommunale Aufnahme und erfolgreiche Integration braucht eine auskömmliche finanzielle und organisatorische Unterstützung.

4. Die Bündnisstädte intensivieren die erfolgreiche Bündnisarbeit und vernetzen sich stärker auf Landesebene und über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. 

Seit 2018 erklären sich immer mehr Städte und Gemeinden zu sicheren Häfen

Das nächste Arbeitstreffen findet im Frühjahr 2020 in Marburg statt. Seit 2018 erklären sich immer mehr Städte und Gemeinden zu sicheren Häfen - mittlerweile sind es 100 - und fordern damit einen menschenwürdigen Umgang mit Geflüchteten. Rottenburg hatte sich im Januar der Initiative "Seebrücke" angeschlossen und damit genauso wie die anderen Städte öffentlich und mit Nachdruck ihre Bereitschaft bekundet, aus Seenot gerettete Menschen zusätzlich aufzunehmen.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.