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Rottenburg Schlussakkord bildet Deep Purple

Von
Am Xylofon, einem nicht ganz alltäglichen Schlaginstrument glänzte Markus Nisch. Foto: Schwarzwälder Bote

Ein eindrucksvolles und an den Stuhlreihen gemessen gut besuchtes Jahreskonzert, welches eindeutig die Handschrift von Dirigent Aleksandr Kalinin trug, präsentierte der örtliche Musikverein in der Breitwiesenhalle.

Rottenburg-Ergenzingen. Dabei spielte es eher eine untergeordnete Rolle, dass etliche Musikstücke von Kalinin bearbeitet wurden. Das sei eine ganz normale Geschichte, erläuterte Vorsitzender Peter Richter im Laufe des Abends. Kalinin habe schlicht und ergreifend Passagen, die instrumental nicht zu besetzen waren, auf andere Register umgeschrieben. Das allerdings mit Bravour, wie man dem Konzertverlauf entnehmen konnte.

Dass man die einzelnen Titel ihrer Zeit und den Interpreten zuordnen konnte, dafür sorgte einmal mehr Hannelore Renz, die als Moderatorin ein musikalisches Bilderbuch der Geschichte ankündigte, angefangen 1892 in Sankt Petersburg über verschiedene Kapitel der Kaiserze it, bis hin zu aktuellen Blockbustern aus Hollywood.

Los ging es dann mit "Flashing Winds" einem farbig illustren Werk des Holländers Jan van der Roost, welches von der Kapelle eindrucksvoll wiedergegeben wurde. Dann blätterten die Musiker in den Hinterlassenschaften von Peter Tschaikowski, der unter anderem das weltberühmte "Schwanenseeballett" und den "Nussknacker" komponierte und wurden mit dessen Titel "Scenes from the Nutcracker" fündig. Dieses Musikstück, das alles beinhaltete – vom Medley bis hin zum Walzer – wurde zum musikalischen Ohrenschmaus, der letztlich in lang anhaltenden Beifall mündete.

Festlich wurde es mit Philip Sparkes "To a New Dawn". Hierbei stachen die Blechbläserintermezzos und Holzbläsersolis heraus, bevor ein eindrucksvoller Schlussakkord ein Ende setzte. An die österreichisch-ungarische Donaumonarchie und Kaiserin Sissi erinnerte dann der gleichnamige Konzertmarsch, mit dem es in die wohlverdiente Pause ging.

Im zweiten Programmteil wurden die Besucher mit dem "Eighties Flashback" von Paul Murtha an die 80er-Jahre erinnert, zunächst gediegen, dann bunt und kultig, bevor sich die Freunde der böhmisch-mährischen Blasmusik an der "Festwirt-Polka" von Franz Bummerl erfreuen durften, der lange Jahre Komponist und Akteur der Egerländer Musikanten um Ernst Mosch war. Mit "Latino Mallets" einem von Aleksandr Kalinin bearbeiteten Titel bei dem das Xylofon die Hauptrolle spielte, steuerte die Kapelle einem weiteren Höhepunkt entgegen. Markus Nisch erwies sich dabei als Meister seines Faches an dem nicht ganz alltäglichen Perkussionsinstrument und durfte neben großem Beifall auch noch eine Zugabe einheimsen.

Einen Glanzvollen Schlussakkord setzen die Musikanten mit "Deep Purple Medley". Die insbesondere bei der etwas jüngeren Generation bekannte Rockgruppe wurde in Ergenzingen kurzerhand durch den Musikverein ersetzt, und es funktionierte, von Kalinin in Szene gesetzt, auch tadellos.

Langer Beifall forderte dann eine Zugabe geradezu heraus. Mit dem jugendlichen Marsch, dereinst interpretiert von Kalinins Lehrmeister Alexander Kalinov, der bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam und einem musikalischen "Goodbye" endete das anspruchsvolle Konzert.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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