Die Teilnehmer des Bobbycar-Cups beim Dorffest in Weiler. Fotos: Scharnowski Foto: Schwarzwälder-Bote

Beim Dorffest in Weiler lockt ein Bobbycar-Rennen / Mit den Einnahmen wird ein Kleinski-Lift finanziert

Von Marly Scharnowski Rottenburg-Weiler. Der Winter-Sport-Verbund Weiler veranstaltete seinen 5. Bobbycar-Cup im Rahmen des Dorffestes in Weiler. Bei strahlendem Sonnenschein war das Fest gut besucht. Kinder und Jugendliche stellten sich geduldig in die Schlange, um das Championat auszutragen. Alles lief glatt, es gab keine Stürze oder Verletzungen.

Gekämpft wurde wie bei den "Großen": schnittig auf den Bobbycar legen, rudern, strampeln – alles war erlaubt, nur keine Hilfe von außen. Auch die Erwachsenen ließen sich vom Rennfieber anstecken. Ortsvorsteher Jochen Mager überfuhr gar in rasantem Tempo vor seinem Kontrahenten die Ziellinie.

Ein Spaß war es für alle, ob Sieger oder nicht. Die ersten vier Plätze belegten Alexandra Jelsch, Svenia Mann, Tamara Drössel und Fabian Mager. Besonderen Wert legte Annika Oertle darauf, dass sie mit der Startnummer zehn den zehnten Platz erreicht hatte.

Trotz anfänglicher Skepsis des Ortschaftsrates war das Fest klein, aber fein mit einem interessanten Hintergrund. Nico Waiblinger, 15 Jahre jung, organisierte mit seinen Winter-Sport-Team-Mitgliedern Luca Barth, Felix Kohlstetter, Patrick Steb, Jonas Jaeger, Lorenz Cordois und Lukas Büchele – alle zwischen elf und 15 Jahre alt – die zweitägige Veranstaltung. Einkauf, Auf- und Abbau, Bedienen, Getränke, Essen und Geschirr, Aufräumen und Putzen: alles wurde von den Jugendlichen übernommen. Lediglich der Grill und der Zapfhahn blieb in den Händen der Erwachsenen. Auch Ortsvorsteher Mager war fast nur dazu da, um das Protokoll zu führen.

Ziel der Gruppe ist es, den mobilen Kleinski-Lift mit 4 PS-Zweitakter-Motor, den sie 2011 in einer Scheune entdeckt und für 50 Euro gekauft haben, auch im nächsten Winter einzusetzen. Die Kosten für Aufbau, Wartung und TÜV betragen etwa 1000 Euro. Die Gruppe möchte Ski-Unterricht geben sowie Winter- und Schnee-Events anbieten. "Letztes Jahr war es mies, wir konnten den Lift nur an sechs Tagen einsetzen", so Nico Waiblinger.