Die Waffen der Jugendlichen wurden beschlagnahmt. Foto: © Jabbacake/Pixabay

Scheinwaffen lösen angst und schrecken aus. Ermittlungen zu Verstoß gegen Waffengesetz.

Rottenburg - Sechs Jugendliche haben am Mittwochabend in einem leerstehenden Gebäude bei Rottenburg mit scheinbar echten Waffen hantiert. Um 18 Uhr rief eine besorgte Person den Notruf an. Aufgrund der von Zeugen geschilderten Situation und der daraus folgenden Vermutung von geladenen Schusswaffen umstellte die Polizei das Gebäude und kontrollierte anschließend die zwischen 15 und 17 Jahre alten Jugendlichen. Drei Pistolen und vier Sturmgewehre wurden durch die Einsatzkräfte beschlagnahmt. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um Softair-Waffen handelte.

Gefährliche Situation

Die Polizei warnt, dass gerade Jugendliche die Gefahr von solchen Waffennachbildungen stark unterschätzen. Aus der Ferne kann schlecht beurteilt werden, ob es sich um echte Schusswaffen handelt. Dies kann in der Bevölkerung Angst und Schrecken verbreiten. Im Rahmen eines Einsatzes kann auch ein Polizist die Echtheit einer Waffe schlecht auf den ersten Blick einschätzen. Dadurch kann es zu gefährlichen Situationen kommen, bei denen Polizisten von ihren Schusswaffen Gebrauch machen.

Da in der Öffentlichkeit solche Waffenattrappen verboten sind, ermittelt nun die Polizei Rottenburg, ob die Jugendlichen gegen das Waffengesetz verstoßen haben.

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