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Rottenburg Narren haben turbulente Tage vor sich

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Die Rottenburger Narrenzunft ist bereit für die Saison 2019. Foto: Scharnowski

Rottenburg - Obwohl die Fasnet in Rottenburg schon seit Jahren etwas Besonderes ist – manche mögen sogar behaupten, sie sei "die scheegst uff dr Welt" –, setzt die Narrenzunft auch in diesem Jahr wieder neue Höhepunkte.

Los geht die Fasnetsaison aber erst einmal mit Altbekanntem.

"Schmotziga" mit Elchparty

Nämlich mit der Straßenfasnet am "Schmotziga Donnerschdag", 28. Februar. Zuerst werden die Schüler von elf Schulen befreit. Wenn die singen können und Instrumente mitbringen, könnte es ein "Monsterkonzert" vor dem Rathaus geben, sinnierte Arno Hermann, Musikdirektor der Stadt Rottenburg.  

Um 14 beginnt die Straßenfasnet. Später wird – wie es sich gehört – die Proklamation verlesen, gekrönt vom traditionellen Hexentanz, bei dem die "Ahlande" ihren 60. Geburtstag feiern. Anschließend geht es ab zur Festhalle, in der man alle Zunftgruppen angeführt vom Fanfarenzug der Narrenzunft Rottenburg trifft. Hier ist dann Partystimmung angesagt, denn die SWR3-Elchparty steht in den Startlöchern. Dass das Team von SWR3 die richtigen CDs und viele Ideen dabei hat, steht außer Frage. Aber natürlich kommen auch Liebhaber der Guggenmusik auf ihre Kosten.

Seniorenfasnet

Am darauffolgenden Freitag, 1. März, ist ab 14 Uhr Seniorenfasnet mit der Stadtkapelle Rottenburg. Wiederum ein Jubiläum: der Narrenmarsch wurde von Karl Bengel vor 80 Jahren komponiert und uraufgeführt, er wird selbstverständlich gespielt. Die Narrenzunft hat ein Herz für Senioren und veranstaltet deshalb einen unterhaltsamen Nachmittag mit Gewinnspiel und barrierefreiem Zugang.

Zunftmesse und Ü30-Ball

Ein weiterer Programmhöhepunkt ist die Zunftmesse, die Diakon Mathias Michaelis am Samstag, 2. März, ab 13.30 Uhr in der St.-Moriz-Kirche zelebriert. Dabei wird er von den "Gluzgern" unterstützt. Im Anschluss an die Messe, zu der die Narren selbstverständlich in ihrem Häs erscheinen und damit für einen atemberaubenden Anblick sorgen, geht das närrische Volk – Narren-Gruppen, Einzeldarsteller, Musikanten, Jung und Alt in Verkleidung – mit guter Laune und gutem Benehmen in die Innenstadt zum Feiern.

Abends beginnt um 20 Uhr der Ü30-Maskenball mit dem Einmarsch aller Narrenzunft-Gruppen. Die Bedingung für den Eintritt: ein Fasnet-Kostüm.

Fasnetsonntag

Am Fasnetsonntag, 3. März, wird durch das "Ahland-Hoppa" am Kalkweiler Tor um 13.15 Uhr  der Umzug eröffnet. Um 13.30 Uhr präsentieren die Narren den "Ahland-Tanz" auf dem Marktplatz. Anschließend findet der große traditionelle Umzug statt – er wurde 1881 erstmals urkundlich erwähnt. Insgesamt haben sich 84 Gruppen angemeldet. Nach dem Umzug sorgen Besenwirtschaften, das Zunfthaus und das Team in der Festhalle sich um das leibliche Wohl.

Rosenmontag

Für die Kinder ist wie immer am Rosenmontag, 4. März, Programm. Der große Narrensamen-Umzug beginnt um 13.30 Uhr am Kreisverkehr Tübinger Straße. Alle kostümierten Kinder dürfen teilnehmen; sie werden von erfahrenen Laufnarren betreut. Der Umzug endet an der Festhalle, in der ein Kinderball mit vielen Überraschungen stattfindet. Die Narrensamen-Fütterung, bei der Kinder ab 12 Jahren gegen einen Unkostenbeitrag von 50 Cent Rote Würste erhalten, findet ebenfalls im Rahmen dieser Veranstaltung statt. Übrigens ist auch für fleischlose Alternativen wie etwa Kuchen gesorgt. Der Erlös geht an den Hospizdienst Rottenburg.  

Ab 20 Uhr – nach Ende des Kinderprogramms – wird dann gefeiert, was das Zeug hält. Der Grund: Gräfin Mechthild würde 2019 600 Jahre alt werden. Manuela Kaupp, die seit 2006 als Gräfin Mechthild residiert, lächelt geheimnisvoll, wenn sie von der Veranstaltung erzählt: "Ja, wir haben uns mächtig ins Zeug gelegt, es wird einige Überraschungen geben – nicht zuletzt, weil Dietlinde Elsässer moderiert." Ob es auch eine Geburtstagstorte mit 600 Kerzen geben wird? Die Organisatoren sagen nein. Dafür spielt der Musikverein Dettingen und es ist ein buntes Programm geplant. Dieses soll gegen 22.30 Uhr enden, um den Gästen die Gelegenheit zu geben, ins Gespräch zu kommen und einfach zu feiern – wie bei einem Geburtstag eben. 

Fasnetsdienstag

Ab 14 Uhr findet auf dem Marktplatz die "Ahland-Taufe" statt, bevor die Fasnet ab 17 Uhr im Zunfthaus durch Fasnetskapellen und Scheuerdisco ausklingen wird. Mit dem gemeinsamen Trauermarsch zum Marktplatz, der um 23.15 Uhr starten soll, und der anschließenden Fasnetsverbrennung mit Feuerwerk ab 23.30 Uhr geht die Fasnet dann endgültig zu Ende.  

Zur Geldbeutelwäsche am Aschermittwoch ist ab 10.30 jeder eingeladen, der es "nötig" hat.

Neues aus der Narrenzunft

Zeremonienmeister Rolf Eissler möchte sich ins Privatleben zurückziehen und gibt sein Amt 2020 auf. Seit 1982 ist er bei der Narrenzunft. "Klar, bubberts wenn Fasnet ist", meint er lächelnd, "ich bin und bleibe ein Fasnets-Anhänger und werde immer mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn man mich fragt. Von selbst mische ich mich aber nicht mehr ein." Wenn es brennt, wäre er also die 110? "Klar, bin ich zur Stelle."

Um allen Interessierten eine möglichst gute Anreise zu ermöglichen, wurden am 2. März Zusatz-Sonderzüge Richtung Plochingen-Tübingen-Horb und zurück eingesetzt. Weitere Informationen zu diesem sind unter www.bahn.de/rab abrufbar. Zudem wurden als Ergänzung der bestehenden Parkplätze zusätzliche Behinderten-Parkplätze eingerichtet.

Zunfthaus geöffnet

Das Zunfthaus mit herzhaftem Essen und Getränken, Musik und Stimmung bei freiem Eintritt ist auch während der diesjährigen Fasnetsaison wieder geöffnet: am Donnerstag, 28. Februar, ab 20 Uhr, am Samstag, 2. März, ab 14 Uhr, am Sonntag, 3. März, ab 11 Uhr, am Montag, 4. März, ab 14 Uhr und abends ab 23 Uhr sowie am Dienstag, 5. März, ab 17 Uhr. Zum Fasnetsausklang werden Linsen mit Spätzle und andere Leckereien serviert.

Weitere Informationen: Tickets für die Abendveranstaltungen in der Festhalle, sowie die Pins für den Umzug, gibt es im Vorverkauf  bei der WTG, der Kreissparkasse sowie im Narrenzunft-Shop auf dem Marktplatz. 

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