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Rottenburg Musikalischer Dorfklatsch und köstliche Wortklaubereien

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Die "schrillen Fehlaperlen" boten eine tolle Bühnenshow. Foto: Schwarzwälder Bote

Rottenburg-Ergenzingen. Was der im Februar 2017 gegründete Förderverein "kreatives Ergenzingen" binnen kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat, verlangt Respekt. Am Anfang noch belächelt, hat sich der Verein zu einer Institution entwickelt, die auch Großveranstaltungen locker meistert. Dies wurde einmal mehr am Samstagabend deutlich, an dem die Macherinnen, Stefanie Giobbe und Elvira Heizmann, zusammen mit ihren Helferinnen und Helfern "Hillus Herztropfen" nebst den "schrillen Fehlaperlen" präsentierten.

Schon gegen 18 Uhr herrschte vor der Breitwiesenhalle Ausnahmezustand. Obwohl die Veranstaltung schon seit März ausverkauft war, standen die Besucher – viele von ihnen kamen auch aus der Umgebung – Schlange.

Dass die Vereinsvorsitzende Stefanie Giobbe und ihre Mutter Elvira Heizmann nicht nur Organisation können, sondern auch Singen, stellten sie in der proppenvollen Halle gleich zu Beginn unter Beweis. Mit dem selbst verfassten Titel "mir send das kreative Ergenzingen", an der Gitarre durch Ferdi Riester von den Fehlaperlen musikalisch unterstützt, brachten die Beiden gleich mal Stimmung in die Bude.

Riester selbst, ein grandioser Gitarrist, Ansager und Liedermacher kündigte sie dann an, die "Perlen" aus dem Tal der Fehla – "des isch uf dr Alb bei Neufra" – und die vier resoluten Damen, bestens bekannt durch das Südwestfernsehen, legten mit einem musikalischen Dorfklatsch los. "Jesses Gott, sapperlot, heida Schtuagert aber au", stellten dann fest, dass es auf dem Bahnhof in Albstadt sauberer ist, als zu Hause, entführten die Besucher dann an die Costa del Sol, fragten musikalisch nach, warum es denn bei Amazon oder Zalando keinen Mann zu kaufen gibt und mündeten in den Ohrwurm "mir reicht’s doch, i weiß dass i könnt wenn i wett". Kurzum, was die vier Damen boten, die im Laufe des Abends ihr Outfit wechselten, wie das Chamäleon die Farben, war allererste Sahne. Musikus Ferdi Riester, der die Pausen mit lustigen Passagen überbrückte, landete mit der musikalischen Episode des verklemmten Schamhaares in einem Reißverschluss Lachsalven ohne Ende.

"i ben intelligent, sieh gut aus, no kann i net au no schlank sei"

In nichts nach stand dem das Duo "Hillus Herztropfen", treffend verkörpert von Hillu Stoll und Franz Auber. Für die "Heckascheiser, die net schwäbisch könnet" erfuhren die Besucher, dass die Beiden aus Justingen bei Blaubeuren kommen, und dann ging es los mit köstlichen Wortklaubereien, umwerfender Komik und einem umfangreichen lustigen Repertoire in schwäbischer Mundart. "Du bist nicht auf der Welt, um fett zu werden, sondern zum Überleben", so Hillu zu ihrem Kompagnon, und mit der Dummheit sei es so, dass man selber nichts davon merke. Außerdem meinte die Ulknudel über sich selbst: "i ben intelligent, sieh gut aus, no kann i net au no schlank sei." Letztlich wurde auch noch festgestellt, dass nicht alles, was zwei Backen hat, ein Gesicht ist.

Der zweite Teil des Duos war zwar etwas langatmig, gemessen an den Pointen aber gut. Lang anhaltender Beifall krönte den Auftritt der Beiden, die schon mehrfach und wohl nicht zum letzten Mal in der Gäumetropole zu Gast waren. Alles in allem gesehen war es ein toller, bestens organisierter Abend, der den Alltag vergessen ließ und an dem man herzhaft lachen konnte.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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