Die Corona-Pandemie hatte keinen merklichen, negativen Einfluss auf die Situation in den Rottenburger Flüchtlings-Unterkünften.Symbolbild: © stock.adobe.com – Animaflora-picStock Foto: Schwarzwälder Bote

Sozialausschuss: Wie es derzeit in Rottenburger Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften läuft

Die Corona-Krise wirkt sich in Rottenburg auf verschiedene Bereiche aus. Dies war Thema in der jüngsten Sitzung des Sozial-, Bildungs- und Kulturausschusses.

Rottenburg. So hat Corona Auswirkungen auf den sozialen Bereich, etwa bei der Situation der Wohnungslosen oder in den Flüchtlingsunterkünften. Genauso in den Heimen für Menschen mit Behinderung. Auch im Bildungssektor wirkt sich die Corona-Pandemie aus, dies beispielsweise in Schulen und Kindertagesstätten. Nicht zuletzt hat der Corona-Lockdown Auswirkungen auf die Kulturbranche. So werden geplante Veranstaltungen verschoben oder ganz abgesagt.

Theresa Binder vom Ordnungsamt berichtete den Vertretern des Sozialausschusses von der Situation in den Unterkünften für Wohnungslose. Hier werden die Betroffenen mittels Aushängen über das richtige Verhalten in den Unterkünften informiert. Die wohnungslosen Menschen wurden von der Stadt mit Masken und Desinfektionsmitteln ausgestattet. Es gebe regelmäßig Besichtigungen und Kontrollen in den Unterkünften. Auch werden Verstöße gegen das Kontaktverbot kontrolliert. Bislang habe es keinen einzigen Fall gegeben, so Binder.

Auch in den Flüchtlingsunterkünften werden die Menschen mittels mehrsprachigen Aushängen über die Corona-Regeln informiert. Die Integrationsmanager sowie das Landratsamt informierten die Geflüchteten über das Verhalten bei einer positiven Corona-Testung. Zudem erhalten die geflüchteten Menschen E-Mails und einen Newsletter zur Corona-Pandemie. In den Flüchtlingsunterkünften wurden Desinfektionsmittel sowie Reinigungsmittel und Masken zur Verfügung gestellt. Bei einem Benutzerwechsel wird eine professionelle Reinigung veranlasst. Auch das Ordnungsamt kontrolliert regelmäßig vor Ort.

In den Flüchtlingsunterkünften seien Quarantäne-Fälle aufgetreten, so Binder. Die Integrationsmanager machen derzeit keine Termine mit den Geflüchteten. Die Kontakte finden telefonisch oder online statt. So gibt es etwa regelmäßige Problemabfragen bei Familien mit Kindern. Zudem werden Laptops für das Homeschooling zur Verfügung gestellt.

Wolfgang Jüngling als Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Rottenburg beobachtete, dass sich die Situation in den Unterkünften während der Corona-Pandemie nicht verschlechtert habe. Auch sei sie nicht besorgniserregend. Derzeit sei das Projekt "Homeschooling aber sicher" in der Startphase. Hier werden derzeit Ehrenamtliche ausgebildet, die dann im Homeschooling der Schüler eine Lernbegleitung bieten werden.

Oberbürgermeister Stephan Neher erklärte, dass es derzeit mehr Menschen gebe, die Hilfe anbieten als Familien, die diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Jüngling erklärte, dass man derzeit überlegt, wie man die Menschen in den Unterkünften auf das Impfen vorbereitet. Emanuel Peter hakte nach, weshalb man im Lockdown die Menschen nicht einzeln unterbringen kann. Hierzu erklärte OB Neher, dass dies bereits gemacht werde, wo es sich anbietet. Man wolle aber keine Unterbringung der Menschen in Hotels. Mehrbettzimmer seien oftmals nicht vollständig in den Unterkünften belegt.

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