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Rottenburg "Gschwätzt, xonga ond glacht"

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Die Künstler der "Schwoba Komede" hatten kein Mitleid mit den Lachmuskeln der Gäste.Foto: Scharnowski Foto: Schwarzwälder Bote

Einen Hochgenuss für Schwaben, und alle, die die schwäbische Sprache verstehen, war am Freitag in der Festhalle geboten – denn die "Schwoba Komede" trat auf.

Rottenburg. Die hochkarätigen Künstler wie Friedel Kehrer als Bronnweiler Weib, Alois und Elsbeth Gscheidle, Markus Zipperle, Hillu’s Herzdropfa, die Musiker Buddy Bosch und Armin Sabol, sowie Wulf Wagner traten gemeinsam als "Schwoba Komede" auf.

Es bestand wohl schon immer Sympathie unter den Künstlern, nach dem Erstellen einer gemeinsamen CD, beschlossen sie, auch zusammen auf der Bühne aufzutreten. Der Leitgedanke "Gschwätzt, xonga ond glacht": Das Motto könnte nicht treffender sein. Die Künstler hatten kein Mitleid mit den Lachmuskeln und ebensolchen Tränen des Publikums, es wurde auch in die Veranstaltung einbezogen.

Wulf Wagner brachte einen "Zungenbrecher". Frage: "Was macht die junge Frau zwischen den dünnen Tännele?" – übersetzt "was dud de Denge en de denne Dennele?"

Friedel Kehrer, als Bronnweiler Weib stellte fest, sie kommt "vom Albtrauf ra und an Schdugerter im Hof isch wie a Schneck im Salat". Einen Seitenhieb auf die grüne Regierung konnte sie sich nicht verkneifen: Früher haben sie nach Blümchen gerochen, heute auch nur nach Rheumasalbe.

Familie Gscheidle war auf dem Fußballplatz

Markus Zipperle, dem nachgesagt wird, er habe die schnellste "Gosch" im Schwabenland, stellte diese Behauptung unter Beweis. Es gab kaum ein Thema, das er nicht kommentierte beziehungsweise seine Ansicht darüber erklärte; das Publikum kam aus dem Lachen und Klatschen nicht mehr raus. Die Familie Gscheidle war auf dem Fußballplatz, die beiden kabbelten miteinander. Er: "Wenn’s dir et passt, lass di halt scheida"; sie: "Des glaubschd aber au blos du, i gönn dir doch et no a paar schene Johr."

Die Kehrwochen-Mafia hatte den Überblick über die Nachbarschaft, mancher Anwesende erkannte sich möglicherweise selbst, der Tenor: wenn man schon die Kehrwoche macht, muss das jeder hören und sehen, natürlich in urschwäbisch. Hillu’s Herztropfen war der i-Punkt, mit ihrem Partner Franz Auber zog sie über alles und jeden her, immerhin "send die zwoa vo dr Alb ra". Die "Medele" (Angewohnheiten) im und um das Dorf trafen den Punkt.  

Jeder Programmpunkt enthielt Musik und die Künstler präsentierten mit Bravour schwere Songs, wie zum Beispiel "Strangers in the night" oder "If tomorrow never comes" und begleiteten sich jeweils selbst mit Gitarre. Selbstverständlich waren alle Musikstücke auf Schwäbisch mit jeweils aktuellem Text. Allein die Musikstücke hätten für ein Maximal-Konzert gereicht.

Die ganze Veranstaltung war ein Höhepunkt, so wurde es auch vom Publikum gesehen, vielen schmerzten die Hände wegen dem wohl verdienten Applaus, und auch das Zwerchfell war spürbar.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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