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Rottenburg Ein Zeichen gegen die Agrarpolitik

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Ein imposantes Bild gaben am Dienstagabend die über 40 Traktoren aus nah und fern ab, die pünktlich um 17 Uhr am Veranstaltungsort eintrafen. Foto: Ranft Foto: Schwarzwälder Bote

Es war schon beeindruckend, was da auf dem Höhenrücken des Gewannes "Bischofsbaum" am frühen Dienstagabend ablief. Da rollten mehr als 40 Landwirte aus Ergenzingen, der näheren und weiteren Umgebung mit ihren Traktoren und Unimogs an, um gemeinsam ein Zeichen gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung zu setzen.

Ro ttenburg-Ergenzingen . Zu diesen gesellten sich noch etliche Bürger die per pedes oder Fahrrad gekommen waren, um diese Aktion zu unterstützen.

Landwirt und Organisator Erwin Raible, der kurzfristig am Montag diesen Protest organisiert hatte, traute jedenfalls seinen Augen nicht und meinte: "Mit so vielen Teilnehmern habe ich eigentlich gar nicht gerechnet. Letztere kamen nämlich nicht nur aus Ergenzingen, sondern auch aus der näheren und weiteren Umgebung. Bei mir stand das Telefon nicht mehr still." Sogar Landwirte aus dem Schwarzwald hätten angerufen und gefragt, wo denn diese Veranstaltung stattfinde, so Raible bei seiner Begrüßung.

Er erinnerte an den Slogan "Land schafft Verbindung" und sagte: "Wir erklären uns solidarisch mit den 5069 Landwirten, die mit ihren Traktoren nach Berlin gefahren sind, darum sind wir hier". Die Landwirtschaft habe bei der Politik ein schlechtes Standing, werde durch immer mehr Vorschriften und Erlasse gegängelt. Nun habe man die Schnauze voll, so Raible und weiter: "Wir sind nicht gegen Verbesserungen, aber die Politik muss endlich einmal mit den Landwirten reden und sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Wenn die Politik etwas verändern will, dann gehe das nicht umsonst, wir sind ja schließlich keine Almosenempfänger". Ein Landwirt ernähre in heutiger Zeit 150 Menschen, sagte Raible und an Letztere richtete er den Appell: "Redet einfach mit uns, dazu besteht auch heute Abend Gelegenheit. Dass das Thema ›Rottenburger Schlachthof‹ zumindest vorerst vom Tisch sei, erfülle ihn mit Genugtuung. Wenn der Landwirt eine Zukunft haben solle, dann brauche er vor allem die Chance, regional verkaufen zu können, so Raible, der abschließend eine Veränderung der Strukturen forderte, mit denen die Landwirte auch leben könnten. Dann wurde ein großes und weitum sichtbares Holzfeuer entzündet, das hoffentlich Julia Klöckner in Berlin endlich die Erleuchtung bringen könnte, wie es ein Teilnehmer an diesem Abend ausdrückte.

Alles in allem verlief die Veranstaltung sauber und sachlich und am Schluss bestand bei diversen Getränken die Gelegenheit zu einem gemütlichen Plausch, an dem die Landwirte auch gerne Fragen beantworteten.

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