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Rottenburg Ein waschechter Ergenzinger mit gleich zwei Geburtstagen

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Rottenburg-Ergenzingen. Rüstig und bei guter Gesundheit feiert Georg Breuling, im Volksmund auch schlicht und einfach auch der "Breuling Schorsch" genannt, heute seinen 90. Geburtstag. Sein Alter sieht man ihm beileibe nicht an und so gibt er sich auch. Eigentlich ist er immer gut drauf, kann herzhaft lachen und er erinnert sich gerne an frühere Zeiten, in denen er als wieselflinker Linksaußen auf dem Sportplatz in der "Binde" für den Turn und Sportverein die Außenlinie entlang flitzte.

Der Schalk blitzt in seinen Augen auf, als er erklärt: "Ich bin wohl einer der Wenigen auf dieser Erde, die gleich zwei Geburtstage hatten", so Breuling und weiter: "In den Unterlagen der katholischen Kirche wurde ich am 1. Juni 1930 geboren, laut denen des Standesamtes am 1. Juli. Letzteres stimmt natürlich und mittlerweile ist die Sache auch bereinigt."

Auf die Welt gekommen ist der waschechte Ergenzinger in der heutigen Albrecht-Wirt-Straße, wuchs zusammen mit fünf Geschwistern auf, besuchte die Schule in Ergenzingen und fing 1944 eine Lehre als Bäcker an. Ein Jahr später musste er gesundheitsbedingt infolge einer Mehlallergie diesen Beruf aufgeben. Er wäre dann gerne Metzger geworden, so der Jubilar, diesen Beruf hatte ihm sein Kumpel Alfred Straub, selbst Metzger von Beruf, schmackhaft gemacht. Ab er die Eltern legten ihr Veto ein und so erlernte der Jubilar dann das Schuhmacher – Handwerk. 1949 zog es Breuling dann zu Daimler nach Sindelfingen, dort war er 44 Jahre als Schichtarbeiter tätig. Zuletzt und bis zu seinem Ruhestand 1992 als Gruppenmeister im Presswerk.

Zwischenzeitlich hatte er auch seine spätere Gattin Thea kennen und lieben gelernt. Natürlich auf dem Sportplatz, denn viele andere Möglichkeiten gab es damals nicht. Da Breulings Fußballkarriere bedingt durch ein kaputtes Knie relativ kurz war, blieb ihm mehr Zeit, sich seiner Braut zu widmen und am 1. Mai 1953 wurde schließlich Hochzeit gefeiert. "Das war auch so eine Kugelfuhr", erklärten Thea und Georg Breuling übereinstimmend. Da der damalige Pfarrer Alfons Leykauf Ergenzingen verlassen hatte, wussten wir bis kurz vor dem Kirchgang nicht, wer uns überhaupt trauen wird. Letztlich verließen die beiden aber als glückliches Paar die Kirche. Vier Kinder – ein Mädchen und drei Buben entsprossen dieser Ehe und die letzteren drei sorgten mit dafür, dass der Name Breuling zu glorreichen Ergenzinger Fußballzeiten in der Amateur – und Landesliga allgegenwärtig war. Der älteste Sohn Jörg schoss vorne die Tore und seine jüngeren Brüder "Nico" und "Jussi" sorgten hinten dafür, dass nichts anbrannte.

Der Jubilar ist auch heute noch vielseitig interessiert, war und ist ein Vereinsmensch. Die Ortschaftsratssitzungen, sofern sie im Rathaus stattfinden, besucht er gerne. In der Narrenzunft war er von Anfang an, zunächst als "Blätzlesbua", danach über 40 Jahre hinweg als Narrenrat. Über viele Jahre hinweg war er für die Aufstellung des Narrenumzuges am Fastnachtsdienstag verantwortlich. Seine Verdienste honorierte die Zunft ihm mit dem Titel "Ehrennarrenrat". Als solcher war er bis vor ein paar Jahren noch aktiv bei den Umzügen mit dabei, oft als ältester Teilnehmer. Seit nunmehr 71 Jahren gehört er auch dem Sportverein an, 30 Jahre lang war er Ausschussmitglied und zuletzt aktiver Betreuer der Ehrenmitglieder und darüber hinaus noch einige Jahre Vorsitzender des Tischtennisclubs.

Der Jubilar und seine Thea sind heimatverbunden und man könnte sie auch als "Musterschwaben" bezeichnen. Lange Jahre verbrachten sie ihren Urlaub mit Camping am Bodensee. Seit etlichen Jahren ist das Campen aber tabu und sie verbringen dafür gemütliche Stunden in ihrer Altersresidenz im "Baisinger Weg". Am schönsten aber ist es in der "Höl’d", so nennt man die Ecke, in der die Breulings Zuhause sind. Dort wird auch Geburtstag gefeiert, zusammen mit den vier Kindern und deren Familien nebst fünf Enkeln und zwei Urenkeln.

Der größte Wunsch des Jubilars ist, dass er zusammen mit seiner Thea in drei Jahren anlässlich des 70. Hochzeitstages noch rüstig und gesund die "Gnadenhochzeit" feiern darf.

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