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Rottenburg "Dreieinhalb Jahre darauf gewartet"

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Das Gebäude in der Mitte wird in den nächsten Tagen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.Fotos: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Zu einem recht erfreulichen Termin durfte Volker Derbogen alle drei Bürgermeister der Domstadt sowie eine größere Anzahl von Gemeinde- und Ortschaftsräten, darunter auch Baisingens langjährigen Ortsvorsteher Horst Schuh, begrüßen.

Rottenburg-Baisingen. Der frühere 1. Bürgermeister Derbogen ist inzwischen Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs "Wohnbau Rottenburg am Neckar (WBR)", der im Januar 2017 gegründet wurde. Die WBR betreibt den Bau und die Vermietung von städtischen Wohnungen.

Im Jahr 2000 kauft die Stadt ein älteres Gebäude in der Baisinger Kaiserstraße. Es handelt sich hier um das Nachbargebäude neben der Schule, das nun abgerissen und neu aufgebaut wird.

"Dreieinhalb Jahre haben wir auf diesen Moment, auf den offiziellen Baubeginn, der mit dem Abbruch des bestehenden Gebäudes beginnt, gewartet", betonte Derbogen, der sich freute, dass hier an gleicher Stelle etwas Gutes entstehen wird.

Die neu zu bauenden Räume bieten Platz für eine Mensa und Kernzeitbetreuung mit einer reinen Nutzfläche von knapp 155 Quadratmeter. Weiter sollen fünf Wohnungen, davon drei barrierearme und gefördert, mit einer Gesamtwohnfläche von etwa 250 Quadratmeter entstehen.

Das Gebäude wird mit einem Aufzug (barrierearm) ausgestattet und das benachbarte Schulgebäude wird über Stege angebunden, so dass dort die Barrierefreiheit ebenfalls ermöglicht wird. "Diese Anbindung bedurfte einer längeren Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt", erklärte Volker Derbogen seinen Zuhörerinnen und Zuhörern. Grund war, dass man an der denkmalgeschützten Fassade der Grundschule nicht einfach etwas verändern darf. Jetzt hätte man eine, für beide Seiten, tragbare Lösung gefunden.

Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf ein Gesamtvolumen von zwei Millionen Euro (Basis September 2019). "Das Bestandsgebäude wurde 2000 erworben. Der Kauf wurde politisch entschieden. Es zeigt sich, dass aufgrund der genannten Baukosten und des relativen geringen Volumens erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um die Refinanzierung der Maßnahme zu erreichen", relativierte Derbogen allzu große Erwartungen. Für die drei preisgebundenen Wohnungen gab es ein verbilligtes Darlehen von rund 500 000 Euro und für das energieeffiziente Bauen der beiden anderen Wohnungen ein verbilligtes Darlehen von 240 000 Euro. Weitere 400 000 Euro kommen aus dem Stadtbudget und der Rest von etwas mehr als 800 000 Euro mussten über Kredite finanziert werden. Für den Einbau einer Heizungsanlage mit regenerativem Primärenergieträger wird auch eine Förderung erwartet, erklärte der WBR-Geschäftsführer abschließend. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes sei aufgrund des sehr desolaten Zustands nicht sinnvoll gewesen, so eine Information zum Grund, warum man einen Neubau hinstellt.

Oberbürgermeister Stephan Neher fragte in seinem Grußwort noch nach den Brennrechten, die man damals mit dem Hauskauf mit erworben hat. Er wollte sie eigentlich an die Schule weitergeben, musste aber erfahren, dass dieses Recht, Schnaps zu brennen, schon lange weiterverkauft wurde. Der Schulleiterin Carolina Fischer war’s egal. Vielleicht war sie sogar froh, dass sie keinen Sonderkurs "Schnapsbrennen für ABC-Schützen" an ihrer Schule anbieten muss.

Nun hoffen alle Verantwortlichen, dass der Neubau in gut 18 Monaten steht und man sich wieder in voller Mannschaftsstärke zur Einweihung treffen kann.

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