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Rottenburg Dialekt bereitet Pfarrer Kopfzerbrechen

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Von Annika Rath

Rottenburg. Er war ein riesiger Erfolg: Der schwäbische Film "Die Kirche bleibt im Dorf" lockte 2012 über 400 000 Menschen in die Kinos. Ähnliches soll jetzt mit der gleichnamigen Serie wiederholt werden. Zur Premiere der ersten drei Folgen war am Freitagabend der Schauspieler Christian Pätzold im Rottenburger Kino Waldhorn zu Gast.

"Ich bin froh, wieder in meiner Heimat zurück zu sein", begrüßt Christian Pätzold alias Gottfried Häberle die Kinobesucher in Rottenburg. Gottfried Häberle ist das Oberhaupt der Familie Häberle, die in Oberrieslingen wohnt. Der größte Feind, Familie Rossbauer, ist in Unterrieslingen zu Hause. Einziger Berührungspunkt der beiden zerstrittenen Dörfer: Die Kirche. Verständigungsprobleme hat der neue Pfarrer, der aus dem Norden kommt. Nicht nur der Dialekt, auch die schwäbischen Eigenarten und Feindschaften bereiten ihm Kopfzerbrechen.

Im echten Leben hat es Christian Pätzold in die große, weite Welt verschlagen. Der Wahl-Berliner ist aber in Tübingen geboren und erst in Göttelfingen, dann in Nagold aufgewachsen. "In Berlin spreche ich aber nur noch Schwäbisch, wenn ich mit Schwaben zusammen bin", erzählt er in der anschließenden Fragerunde, in der er "alle möglichen und unmöglichen Fragen" beantwortet.

Diese sind zahlreich. "Woher stammte die Idee, einen schwäbischen Film zu drehen?", möchte eine Kinobesucherin wissen. Der Schauspieler erzählt darauf von Regisseurin Ulrike Grote, aus deren Feder auch das Drehbuch stammt. Die Hamburgerin, die in Pforzheim aufgewachsen ist, wollte mit einer "guten schwäbischen Komödie auf die bayrischen Filme antworten."

Keinen Untertitel brauche die Serie aber im Norden, ist sich Christian Pätzold sicher. Bei einer Filmvorführung in Hamburg habe das Publikum viel gelacht, vielleicht an anderen Stellen oder später als im Südwesten, aber häufig. Dies könnte an den authentischen Schauspielern liegen. Denn: "Die Muttersprache der Schauspieler ist Schwäbisch", erzählt er. Umgekehrt stamme der Pfarrer auch nicht aus Süddeutschland. Auch die Filmmusik trage zum Gelingen bei, weil sie passend zu den Figuren und Situationen ausgewählt wurde und "Emotionen kommentiert."

An 60 Drehtagen wurden die zwölf Folgen im Kreis Ludwigsburg gedreht. "An einem Tag werden durchschnittlich zwischen fünf und zehn Minuten produziert, was unheimlich viel ist", gibt Christian Pätzold Einblicke in die Arbeit vor der Kamera. Erleichtert wurde der Dreh häufig durch die Hilfe der Bewohner der Drehorte, aber auch durch die gute Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe.

Freunde des schwäbischen Dialekts dürfen gespannt sein. Die Serie startet am Montag, 15. April, zur Primetime im SWR. Und Christian Pätzold ist überzeugt: Sie wird die Zuschauer ähnlich begeistern wie der Kinofilm und "hat das Zeug zur Kultserie."

 
 

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Florian Ganswind

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