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Rottenburg Der Verein schweißt Neustetten zusammen

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Von Marly Scharnowski

Neustetten. Die Stäblehalle war voll besetzt, zahlreiche Mitglieder und Gäste hatten sich eingefunden, um zum 40. Geburtstag ihres Sportvereines zu gratulieren. Die 40 Jahre haben bei den Schwaben ja eine besondere Bedeutung, denn da wird man angeblich "gscheid".

In diesem Sinne begrüßte auch der Vorsitzende Richard Braun das Publikum.

In seinem Rückblick über die letzten 40 Jahren berichtete er von Höhen und Tiefen. Nachdem Wolfenhausen, Nellingsheim und Remmingsheim zusammen geschlossen wurden, war es logisch, zumindest für Helmut Klein, bei Bürgermeister Maier vorzusprechen, um einen gemeinsamen Sportverein zu gründen. Diese Idee wurde zunächst von einigen sehr skeptisch beurteilt, nach dem schwäbischen Motto: "Die sind die, mir sind mir, und älle zusamme?".

Hartnäckig blieben Klein und Maier bei ihrer Idee und warben für die Gemeinsamkeit mit Erfolg, am 4. Februar 1975 waren bereits 30 Interessierte bei einer Besprechung. Die Gründungsmitglieder arbeiteten zügig weiter, einzelne Fußballspieler, die in Vereinen außerhalb spielten, wurden befragt, ob sie an einem gemeinsamen Verein Interesse hätten. 34 junge Leute hatten sich eingefunden und zeigten ihre Bereitschaft, in zwei Mannschaften mitzuspielen. Das war der Startpunkt, hurtig setzte der Ausschuss die Idee in die Tat um und gründete den Sportverein Neustetten am 26. April 1975 in der Turnhalle Remmingsheim, bei der 133 Personen anwesend waren, von denen sich 94 bereit erklärten, dem Verein beizutreten.

Zunächst war nur an den Fußball gedacht

Zunächst war nur an Fußball gedacht, doch die jetzt noch bestehende Frauengruppe forderte ihren Platz im Verein. Tennis kam dazu, eine Theatergruppe, Gymnastik und Leichtathletik. Weit voraus blickend hat sich der Verein um Kinder und Jugendliche gekümmert, sie sind heute kleine sportbegeisterte Mitglieder, morgen sind sie Träger im Verein.

Für Bürgermeister Gunter Schmid hatte die Vereinsgründung vor 40 Jahren eine hohe kommunalpolitische Bedeutung; durch das Zusammenwachsen der verschiedenen Gemeinden, die jedoch immer noch ihre Eigenarten haben und das auch dürfen, sei ein Projekt über die Grenzen hinaus geschaffen worden.

Der SV habe in den letzten 40 Jahren Großartiges geleistet. Vereinsarbeit bei sportlichen, sozialen oder kulturellen Bereichen sei für eine Gemeinde unverzichtbar. Bei nahezu 1000 Mitgliedern ist jeder dritte Neustetter Mitglied im Verein. Das spricht für das breit gefächerte Angebot für Jung und Alt. Für die Gemeinde ist es Begründung und Rechtfertigung, dass der SV eine weitergehende Förderung von der Gemeinde in allen Belangen erhält.

"Hut ab – ich habe großen Respekt vor Eurer Arbeit, vor allem der Kinder- und Jugendarbeit, damit seid ihr seit Beginn auf dem richtigen Weg, macht weiter so", so Schmid.

So vielseitig wie der SV ist, so vielseitig war auch das Programm. Beeindruckend war das Kinderturnen. Zur Melodie "Ein Hoch auf uns" wirbelten die jungen Sportlerinnen über die Bühne, zeigten neben gewagten Sprüngen, Körperbeherrschung und sportlicher Eleganz eine gut ausgearbeitete Choreografie.

Die Theatergruppe zeigte in einem Sketch die "Geburtswehen" des Vereines, die Jugend-Fußballgruppe erklärte, was das Besondere am Verein ist – zum Beispiel, wenn der Ball so hoch geschossen wird, dass Schnee darauf liegt oder der Trainer noch ein Spezi spendiert.

Zahlreiche Mitglieder wurden geehrt, die höchste Auszeichnung – nämlich die Ehrenmitgliedschaft – erhielten: Edith Visel, Martin Brenndörfer, August Katz und Inge Füger.

Der Abend war bunt gestaltet, Gabriele Hoffmann und Mathias Kotowski führten locker durch das Programm. Sie sind Akteure des Kabaretts Inflagranti, das an diesem Abend für viel Heiterkeit sorgte.

Die Alten Herren, stilvoll in schwarz-gelb gekleidet, brachten mit ihrem Fußballlied "Wer hat die Welt so schön gemacht" den Saal zum Kochen, laut wurde mitgesungen und geklatscht.

Es wurde an alles gedacht: Richard Braun war der Ansicht, dass alle Mitglieder feiern sollten, aus diesem Grunde hatten die Landfrauen das Catering übernommen und es funktionierte großartig.

Bei einem kurzen Gespräch mit Richy Braun: "Ich bin froh und glücklich, dass sich alle drei Gemeinden so gut verstehen und ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt haben. Natürlich ist auch die gute Verbindung zum Rathaus wichtig, Gunter Schmid hat immer ein offenes Ohr, das ist nicht selbstverständlich. Unser Verein ist stabil, um Mitgliederzahlen brauchen wir uns keine Sorgen machen – ich denke, dass uns dafür viele Vereine beneiden".

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

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