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Rottenburg Das Kulturerbe der Fasnet

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Sonja Faber-Schrecklein und Werner Mezger Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

In der Zehntscheuer richtete das Eugen-Bolz-Gymnasium zum zweiten Mal eine große Benefizveranstaltung für die deutsche Kinderkrebsnachsorge in Tannheim im Schwarzwald aus. Zum Programm gehörten ein Vortrag des Kulturwissenschaftlers Werner Mezger und auch ein Gespräch mit SWR-Reporterin Sonja Faber-Schrecklein.

Rottenburg. Sylvia Kröger, Lehrerin am Eugen-Bolz-Gymnasium, steht auf der Bühne und eröffnet die Veranstaltung. "Als die Narren unserem Schulleiter Andreas Greis und mir an der Fasnet 2018 eine Karte überreichten mit der Aufschrift ›Fasnetsmuffel boykottieren immaterielles Kulturerbe‹, da hat mich das als fasnetsaffine Person schon sehr getroffen. Ich wusste, jetzt ist es einmal an der Zeit etwas für die Rottenburger Fasnet zu tun und so wurde diese Veranstaltung hier geplant", erzählt sie. Nachdem Schulleiter Greis nämlich einen Pädagogischen Tag auf den Schmotzigen Donnerstag 2016 gelegt hatte, traf er auf Empörung der EBG-Schüler und erntete den Ruf als Fasnetsmuffel. Nach Krögers Begrüßung kommt auch dieser auf die Bühne, um ebenfalls noch einige Worte zu sagen. Seine Ansprache unterhält das Publikum mit lustigen Anekdoten. Er erzählt seine persönliche Geschichte mit der Fasnet und hebt hervor: "Die kulturelle Bildung am EBG ist von großer Bedeutung. Und zu dieser zählen auch Veranstaltungen wie diese hier."

Anschließend beginnt Werner Mezgers Vortrag über das Kulturerbe der Schwäbisch-Alemannischen Fasnet. Die Ursprünge der Fasnet werden erläutert. So erfahren die Zuhörer etwa, dass die Fasnacht ursprünglich nur die eine Nacht vor der Fastenzeit bezeichnete. Er erklärt Bräuche wie die Ostereier an Ostern und spricht auch über die Geschichte der Larven, der Masken der Narren. "Die Fasnacht steht auf der Liste der Unesco des immateriellen Kulturerbes des Landes", sagt Mezger, und erklärt dann genauer, was das bedeutet.

Nach seinem Vortrag überreicht Kröger ihm und Faber-Schrecklein Blumen, um beiden dafür zu gratulieren, dass sie nun seit 25 Jahren gemeinsam beim SWR über die Fasnet berichten. Außerdem wird an dieser Stelle genauer auf die deutsche Kinderkrebsnachsorge in Tannheim eingegangen. Faber-Schrecklein ist seit ungefähr 20 Jahren im Vorstand der Stiftung tätig. "Tannheim ist die einzige Klinik in Deutschland, die eine vierwöchige Verwaisten-Reha anbietet. Die ist für Familien da, die ein Kind verloren haben", erklärt sie.

In der darauffolgenden Podiumsdiskussion liegt der Fokus auf Fasnet in den Medien. Zwei Schüler aus der Klasse 9a, Sabina Mehonic und Lion Steinmetz, stellen Mezger und Faber-Schrecklein Fragen zu ihren persönlichen Bezugspunkten zur Fasnet, dann sprechen sie über den Medienbezug. "Finden Sie es erschreckend, dass laut einer Umfrage nur 9,2 Prozent der EBG-Schüler die Fasnetsumzüge im Fernsehen anschauen?", fragt Sabina. Faber-Schrecklein lacht: "Die werden schon noch kommen." Mezger bezeichnet den Fernseher als ein Schaufenster zur Kultur. "Von überall kann man der Schwäbisch-Alemannischen Fasnet zuschauen, das ist wie Volkskunde light."

Faber-Schrecklein fügt an die Schüler gewandt hinzu: "Ich würde euch raten, schaltet den Fernseher einfach ein und schaut euch die Fasnetsumzüge einfach mal an."

Am Ende der Veranstaltung konnte bereits ein symbolischer Spendenscheck in Höhe von 1350 Euro zugunsten der deutschen Kinderkrebsnachsorge übergeben werden. Inzwischen hat sich der Kontostand noch weiter erhöht und steht derzeit bei rund 2900 Euro.

 

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

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