Der Ergenzinger Ortschaftsrat stellt seine Anträge für den Haushaltsplan 2022. Foto: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftsrat: Fahrradstellplätze am Bahnhof / Gremium stellt Anträge für den Haushaltsplan 2022

Rottenburg-Ergenzingen. Vier Projekte für den neuen Haushaltsplan 2022, darunter die Sanierung der Schulstraße und die Erweiterung des Gewerbegebiets Höllsteig, sind gesetzt, sieben weitere Anträge hat der Ortschaftsrat Ergenzingen bei seiner Sitzung am Mittwoch dahinter priorisiert.

Dabei spielten auch taktische Überlegungen eine Rolle. "Es sind Wunschprojekte", stellte CDU-Fraktionssprecher Reinhold Baur mit Blick auf den Neubau einer Aussegnungshalle oder eine große Freizeitanlage fest. "Wir sind der Meinung, wenn es nicht drin steht, wird daran auch kein Gedanke verschwendet", hielt Renate Holzmann (BfE) dem entgegen.

Ortsvorsteherin Daniela Quintana Leiva hatte zuvor einen Überblick zum Gesamthaushalt der Stadt Rottenburg gegeben. Die finanzielle Lage habe sich verschlechtert, sodass Kreditaufnahmen erforderlich würden, erklärte sie. Wie sich die Pandemie auswirke, sei noch nicht absehbar.

Nach der Modernisierung des Bahnhofs hält die CDU-Fraktion in diesem Bereich überdachte und sichere Fahrradstellplätze für "zwingend" erforderlich. Es gehe dabei auch um die Vernetzung verschiedener Beförderungsmittel: Mit dem Fahrrad zum nächsten Bahnhof und weiter mit der Bahn zumArbeitsplatz sei klimaschonend. Der Ausbau und die Sanierung des Ammerwegs ist ein weiteres Vorhaben, das die CDU auf der Prioritätenliste setzte. Baur möchte allerdings noch geklärt haben, ob für die Straße Erschießungsbeiträge verlangt werden. Zudem beantragte die Fraktion eine Planungsrate für den Rathausgarten. Der Ausbau der Höllsteigstraße sollte von 2025 auf 2023 vorgezogen werden.

Straßen seien zwar wichtig, meinte Renate Holzmann, doch man brauche auch einen Ort, wo man sich treffen könne. Sie wies darauf hin, dass der Gemeinderat im Februar einen Betrag von 5000 Euro für eine Bedarfsanalyse "Treffpunkt der Begegnung" in Ergenzingen bewilligt hat. Ideen gebe es schon, doch brauche man professionelle Begleitung. Im Etat sollen für dieses Projekt nun 50 000 Euro eingeplant werden. Eine weitere Planungsrate forderte die BfE-Ortschaftsrätin für den Neubau einer geschlossenen Aussegnungshalle.

Den dritten Antrag der Fraktion brachte Cornelia Ziegler-Wegner ein. In Ergenzingen soll eine Freizeitanlage mit generationenübergreifenden Spiel-, Aufenthalts- und Erholungsmöglichkeiten, konzentriert auf einem Gelände, entstehen. In den Finanzhaushalt sollen dafür 50 000 Euro für die Entwurfsplanung zur stufenweisen Umsetzung eingestellt werden. Ausgestattet werden könnte die Anlage mit Pumptrack oder Outdoor-Fitnessgeräten, einem Wasserspielplatz, Grillplatz und Sanitäranlagen. Vor allem für die Altersgruppe der 13- bis 18-Jährigen fehlten frei zugängliche Bewegungsräume. Denkbar wäre für die BfE die Erweiterung des bestehenden Sportgeländes im Bereich "Breitwiesen/Hafner Baum".

Der Ortschaftsrat stimmte allen Projekten einvernehmlich zu, nur bei der Reihenfolge gab es eine Diskussion. Christa Richter hätte die Aussegnungshalle gern weiter vorne angesiedelt, konnte sich aber nicht durchsetzen. Einig war sich das Gremium, die schon für 2022 geplanten Projekte Sanierung Schulstraße (250 000 Euro), Umgestaltung der Pflanzbeete in der Mercedesstraße (100 000 Euro), Erweiterung des Gewerbegebiets Höllsteig (eine Million Euro) und den Ausbau des Donauschwabenwegs (140 000 Euro) zu belassen.

Auf der Liste folgen dann der Bürgertreff, die Fahrradabstellplätze am Bahnhof, das Freizeitgelände, der Rathausgarten, die Aussegnungshalle, der Ausbau des Ammerwegs und das Vorziehen des Ausbau des Höllsteigwegs (340 000 Euro) auf das Jahr 2023.

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